Studie prognostiziert erhebliches Wachstum des europäischen Marktes für Maschinensicherheits-Systeme Frost & Sullivan: »Maschinensicherheit ermöglicht gute Geschäfte«

Der europäische Markt für Maschinensicherheits-Systeme: Umsätze und Umsatzwachstumsraten von 2007 bis 2017 (2011-2017: Prognose)
Der europäische Markt für Maschinensicherheits-Systeme: Umsätze und Umsatzwachstumsraten von 2007 bis 2017 (2011-2017: Prognose)

Moderne Maschinensicherheits-Systeme erhöhen die Produktivität und Rentabilität von Maschinen und Anlagen. Nicht von ungefähr prognostiziert die Unternehmensberatung Frost & Sullivan in einer neuen Studie ein beträchtliches Wachstum des europäischen Marktes für solche Systeme.

Laut der aktuellen Studie »Strategic Analysis of the European Machine Safety Market« von Frost & Sullivan umfasste der europäische Markt für Maschinensicherheits-Systeme im Jahr 2010 Umsätze in Höhe von 422 Mio. US-Dollar. Bis zum Jahr 2017 sollen die Umsätze demnach auf 565,6 Mio. US-Dollar anwachsen. Folgende Endverbraucherbranchen sind in der Studie erfasst: Automobil, Lebensmittel und Getränke, Verpackung und Materialtransport, Werkzeugmaschinenbau, Pressen, Elektronik und Halbleiter sowie Pharmazie und andere (Luftfahrt und Verteidigung, Metalle und Bergbau, Druckerzeugnisse).

»Das zunehmende Bewusstsein für den Nutzen von Maschinensicherheits-Systemen wird die Nachfrage nach ihnen ankurbeln«, erläutert Katarzyna Owczarczyk, Research Analyst bei Frost & Sullivan. Striktere Sicherheitsnormen täten ein Übriges. »Es besteht eine enorme latente Nachfrage auf dem Nachrüstmarkt, mit guten Chancen für die sicherheitstechnische Nachrüstung von Anlagen, die auf veralteten Systemen beruhen«, so Owczarczyk.

Lösungen für die Maschinensicherheit verbessern der Studie zufolge die Gesamtanlageneffektivität der Maschinen. Sie optimieren demnach die Betriebszeit, indem sie die Häufigkeit außerplanmäßigen Herunterfahrens verringern, und erhöhen so auch die Personalproduktivität. Dies ist vor allem für Unternehmen entscheidend, die in wettbewerbsintensiven Märkten tätig sind und daher die Betriebseffizienz kontinuierlich steigern müssen, um ihre Gewinnspannen zu verbessern.

»Durch eine längere Betriebszeit nimmt auch die Rentabilität des Prozesses zu, und der Durchsatz der Maschinen lässt sich erheblich steigern«, verdeutlicht Owczarczyk. »Mit Sicherheitsnetzwerken und SPSen kann eine Gruppe von Maschinen von einem einzelnen Masterpanel aus überwacht werden, was das Effizienzniveau erhöht.«

Eine der größten Herausforderungen für Hersteller besteht laut der Studie in der Verschiebung von einem traditionellen Geschäft auf Komponentenbasis zu einem Ansatz, der auf integrierten Gesamtlösungen beruht. Integrierte Gesamtlösungen haben demnach bedeutende Vorteile gegenüber herkömmlichen Geräten etwa im Hinblick auf Diagnosefähigkeit, Online-Reparaturen und Fehlererhebung. Außerdem ist die Wartung einer integrierten Lösung erheblich einfacher als bei fest verdrahteten traditionellen Systemen.

»Endverbraucher sind außerdem an möglichst hoher Flexibilität der von ihnen erworbenen Produkte interessiert und wählen nur ungern unterschiedliche Anbieter für mehrere Anwendungen«, gibt Owczarczyk zu bedenken. »Integrierte Gesamtlösungen anzubieten, führt zu wechselseitiger Zufriedenheit bei Kunden und Anbietern. Der Faktor Kundenbindung wächst dabei parallel zu den Umsätzen, weil sich Wiederholungskäufe, Reparaturen und Nachrüstungskosten beim selben Anbieter ergeben.«

Branchenteilnehmer mit einem Produktportfolio auf Komponentenbasis sollten daher laut der Studie ihre Geschäftsstrategien neu abstimmen. Um dem Bedarf nach integrierten Lösungen zu entsprechen, sollten Unternehmen demnach ein komplett neues Produktangebot erstellen oder eine Auslagerung erwägen, um etwaige Lücken im Produktsortiment zu schließen.