FDT-Standard wird zur .NET-Entwicklungsumgebung FDT-Version 2.0 als Draft freigegeben

Die FDT Group hat die Vorab-Ausgabe der Version 2.0 des Feldgeräte-Integrations-Standards FDT (Field Device Tool) zur Bewertung durch ihre Mitgliedsfirmen freigegeben.

Das Upgrade macht aus dem FDT-Standard eine vollständige .NET-Entwicklungsumgebung. Laut FDT Group bedeutet dies eine erhebliche Steigerung der Performance in Großinstallationen.

»Die Version 2.0 bietet eine Fülle neuer Leistungsmerkmale, die für Hersteller und Anwender gleichermaßen wichtig waren«, hieß es. »Während der Funktionsumfang des Standards stark erweitert wurde, verringerte sich die Anzahl der Schnittstellen um fast 50 Prozent, so dass die Entwicklung und Pflege FDT-gestützter Produkte und Anwendungen noch einfacher geworden ist.« Die Rückwärts-Kompatibilität zu vorhandenen Installationen sei gesichert. Zudem sei es möglich, das geplante FDI Device Package (Field Device Integration) innerhalb von FDT als Konfigurationsverfahren für Geräte der Prozessindustrie zu nutzen. Der FDT-2.0-Standard richte sich an Anwendungen der Prozess- und Fertigungsautomatisierung gleichermaßen - unabhängig von der eingesetzten Netzwerktechnik und der Art der Gerätekonfiguration.

Eng mit dem neuen Standard verbunden ist eine umfassend integrierte Entwicklungsumgebung mit dem Namen FDT Express. »Wir haben den FDT-Standard bei der Aktualisierung vollständig innerhalb der Entwicklungsumgebung geschrieben«, erläutert Ted Takeuchi, Vice President Technology bei der FDT Group. »Dies versetzt uns in die Lage, FDT Express gleichzeitig mit dem Standard herauszugeben. Mit FDT Express verkürzt sich die Entwicklungszeit FDT-gestützter Produkte deutlich, während die Konformität zum Standard immer gewährleistet bleibt.« FDT Express wird allen Mitgliedern der FDT Group kostenlos zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus bereitet die FDT Group ihre Support-Infrastruktur auf FDT 2.0 vor. Gemeinsame Komponenten, Prüfwerkzeuge, der Styleguide, die Lebenszyklus-Richtlinien und das Verfahren zur Produktzertifizierung werden auf den neuen Standard abgestimmt.

Sobald die in den technischen Gremien vertretenen Mitglieder ihre Begutachtung der Vorabversion abgeschlossen haben, treten auch die weiteren Mitgliedsfirmen der FDT Group formal in den Begutachtungsprozess ein, bevor die für das erste Quartal 2011 geplante öffentliche Freigabe erfolgt.