8 MP trotz Miniaturisierung Extrem kompaktes Kameramodul von Suyin

Nur 8,5 x 8,5 x 5,91 mm groß ist das Kameramodul CM-8013-AF05-OV01 von Suyin Optronics.
Nur 8,5 x 8,5 x 5,91 mm groß ist das Kameramodul CM-8013-AF05-OV01 von Suyin Optronics.

Der taiwanesische Suyin-Konzern ist hierzulande eher für Verbindungstechnik bekannt als für die Kameramodule und Optiken des Gruppenmitglieds Suyin Optronics. Dies könnte sich in Zukunft ändern: Suyin Optronics hat ein Kameramodul und ein Objektiv vorgestellt, die beide beispielhaft für extreme Miniaturisierung stehen.

Das Kameramodul mit der Bezeichnung CM-8013-AF05-OV01 ist nur 8,5 x 8,5 x 5,91 mm groß (LxBxH) und erreicht trotzdem eine maximale Auflösung von 8 Megapixel. Es eignet sich somit für Anwendungen, in denen besonders wenig Platz zur Verfügung steht, aber dennoch hohe Auflösungen gefordert sind: Industrie-PCs, mobile Geräte sowie generell Automobil- und Industrieelektronik. Die integrierte Autofokus-Funktion sorgt zusammen mit dem aus fünf Kunststofflinsen bestehenden Hochleistungs-Objektiv unabhängig von der Entfernungseinstellung für eine hohe Bildqualität und eine scharfe Darstellung.

Der Bildsensor, ein CMOS-Sensor des Typs OV8825 von OmniVision im PLCC-Gehäuse, hat das Format 1/3,2 oder 1/4 Zoll. Die Größe des aktiven Bildsensor-Bereichs (effektive Auflösung) beträgt 3296 (horizontal) x 2460 (vertikal) Pixel. Über das von OmniVision entwickelte serielle SCCB-Interface (Serial Camera Control Bus) werden die Bilder als 10-Bit-RAW-RGB-Daten (full-frame, sub-sampled, windowed) ausgegeben. Der Anwender hat die Kontrolle über die Ausgabe der Bilddaten hinsichtlich Bildqualität und Formatierung. Zu den unterstützten Bildgrößen gehören 8 Megapixel, EIS1080p, 1080p, EIS720p, EISQ1080p, Q1080p, EISVGA, VGA und QVGA. Je nach Auflösung beträgt die maximale Bildübertragungsrate 24 Frames/s (8 Megapixel), 30 Frames/s (EIS1080p) oder 60 Frames/s (EIS720p).

Alle nötigen Bildbearbeitungs-Funktionen wie etwa Belichtungseinstellung, Weißabgleich oder Ausblendung defekter Pixel sind über das SCCB-Interface programmierbar. Eine Schwarzpegel-Kalibrierung (ABLC, Auto Black Level Compensation) erfolgt automatisch. Das Kameramodul umfasst unter anderem einen integrierten 256-Byte-OTP-Speicher (One-Time Programmable) für Seriennummer oder Ähnliches, eine chipintegrierte PLL-Stufe (Phase-Locked Loop) sowie einen eingebauten 1,5-V-Spannungsregler für die Core-Versorgung.

Für die Signal- und Stromzufuhr sorgt ein Mikrosteckverbinder (24-polig, 3 x 2 mm), der über eine ebenfalls sehr kompakte flexible Leiterplatte mit dem Modul verbunden ist.