Optisches Inspektionssystem Etiketten schneiden - präzise durch Bildverarbeitung

Das System »ELCAM Cut-to-Mark« von Erhardt+Leimer ermöglicht es dem Maschinenbediener, Etikettenbahnen präzise durch den Schneidprozess zu führen.
Das System »ELCAM Cut-to-Mark« von Erhardt+Leimer ermöglicht es dem Maschinenbediener, Etikettenbahnen präzise durch den Schneidprozess zu führen.

Wenn Etiketten aus laufenden Bahn- und Bandsystemen gewonnen werden, gelangen sie mit bis zu 200 m/min durch den Schneidprozess. Für dessen Inspektion bieten Systeme wie das von Erhardt+Leimer entwickelte »ELCAM Cut-to-Mark« eine zuverlässige und wirtschaftliche Lösung auf Basis automatisierter Bildverarbeitung.

Etiketten sind aus der heutigen Produktwelt kaum mehr wegzudenken. Damit sie sich auf den Endprodukten passend aufbringen lassen, kommt es vor allem darauf an, die Etikettenbahnen präzise durch den Schneidprozess auf der Konfektioniermaschine zu führen. Hierfür entwickelte Erhardt+Leimer - ein Anbieter von Kontroll-, Regel- und Inspektionssystemen unter anderem für die Textil-, Papier-, Folien-, und Druckindustrie - als Spezialist für Systemlösungen und Automatisierungstechnik für laufende Bahnen und Bänder das Inspektionssystem »ELCAM Cut-to-Mark«. »International sind schon 30 Systeme in einer Vielzahl von Applikationen in unterschiedlichen Märkten im Einsatz«, erklärt Jürgen Bräu, Leiter Inspektionstechnologie bei Erhardt+Leimer. »Die meisten Anwendungen sind dabei in der Label-produzierenden Industrie angesiedelt, etwa Etikettendruckereien, Verpackungsmittel- oder auch Wertpapierhersteller.«

Das A und O: Exakte Positionierung

Bei der Produktion von Etiketten muss die Position des Drucks meist exakt zum Längsschnitt der einzelnen Label-Bahnen passen. Um beliebige Druck-, Stanz- und Schneidkonturen zu vermessen, wird »ELCAM« an der Konfektioniermaschine nach dem Längsschnitt der einzelnen Label-Bahnen positioniert. Die Messergebnisse der absoluten Positionen und Distanzen werden mit den festgesetzten Sollwerten im System verglichen und etwaige Abweichungen aufgezeigt. Um Fehlproduktion zu vermeiden, ist es möglich, bei Toleranzüberschreitungen über acht digitale Ausgänge eines Trigger-Device optische und akustische Alarmgeber anzusteuern oder auch die gesamte Anlage zur Ausschleusung fehlerhafter Etiketten abzubremsen und zu stoppen.

Zusätzlich zur präzisen Führung der Etiketten durch den Schneidprozess vermisst »ELCAM« gleichzeitig die Position des Drucks zur Stanzgeometrie. »So ist sichergestellt, dass der Aufdruck an der korrekten Position innerhalb der Kontur des Etiketts liegt«, erklärt Jürgen Bräu. Mit maximal 60 Bildern/s und einer Genauigkeit von bis zu 0,02 mm arbeitet das System sowohl in freier Bildfolge als auch im Trigger-Modus zuverlässig. »Endlosmaterialien ohne Rapport, also Etikettenbahnen ohne wiederkehrende gleiche Druckmuster, werden meist mit der maximalen Bildfrequenz ohne ein externes Trigger-Signal inspiziert«, erläutert Jürgen Bräu. »Rapportabhängige Muster lassen sich dagegen im Trigger-Modus mit einem externen Trigger-Signal, das von der Applikation oder auch von einem Druckmarkensensor geliefert wird, leicht kontrollieren.« Das Signal wird dazu direkt auf einen Input des Trigger-Device angelegt und kann dort, durch die Auswertung von Inkrementalgeber-Signalen, um eine frei definierbare Weglänge verschleppt werden. »So wird sichergestellt, dass sich die gewünschte Bahnposition bei jeder Bildaufnahme exakt unter der Kamera befindet«, ergänzt Jürgen Bräu.