Neues Ethernet-Knoten-Konzept von Innovasic Ethernet bis in den Sensor

Volker Goller, Innovasic: »Die Hauptvorteile unserer Lösung sind Einfachheit, geringe Kosten und die Durchgängigkeit von Ethernet bis in den Sensor.«
Volker Goller, Innovasic: »Die Hauptvorteile unserer Lösung sind Einfachheit, geringe Kosten und die Durchgängigkeit von Ethernet bis in den Sensor.«

Innovasic präsentiert ein Ethernet-Knoten-Konzept auf Hardware-Basis, das Ethernet kostengünstig bis zum Sensor bringen soll. Zum Beispiel könnte es 4-20-mA-Schnittstellen in der Prozessindustrie langfristig ersetzen.

Ziel des Konzepts eines »Ethernet-Knotens geringer Komplexität« ist, einfache Komponenten wie etwa Sensoren und Schalter ohne Prozessor direkt in ein Ethernet-Netzwerk einzubinden – oder, anders formuliert: Ethernet kostengünstig bis zum »letzten Meter« zu bringen. Auf der Netzwerkseite kann der Ethernet-Knoten an jedem 10/100/1000-MBit/s-Ethernet-Netzwerk teilhaben und neben jedem Industrial-Ethernet-Protokoll arbeiten. Der Datenaustausch zwischen dem Knoten im Sensor und dem Knoten auf der anderen Seite des Anschlusskabels erfolgt über Standard-Ethernet-Datenframes. »Unser Ethernet-Knoten ist zu jedem Standard-Ethernet-Netz, also auch zu Profinet und EtherNet/IP oder zu OPC UA, kompatibel«, erläutert Volker Goller, European Manager Real-Time Ethernet Solutions bei Innovasic. »Neben den Prozessdaten lassen sich auch beispielsweise Lifecycle- und Diagnose-Informationen der Sensoren erfassen. Dadurch sind Diagnose und Wartung mit dem gewohnten Komfort möglich. Die Hauptvorteile unserer Lösung sind Einfachheit, geringe Kosten und die Durchgängigkeit von Ethernet bis in den Sensor.«

Gedacht ist Innovasics Konzept für alle Automatisierungsaufgaben, etwa in der Prozesstechnik oder auch in der Gebäude- und Fabrikautomatisierung: »Es bietet eine energieeffiziente, kostenoptimierte Ethernet-Alternative zu 4-20-mA- und HART-Netzwerken«, kommentiert Goller. »Anwenden lässt es sich aber beispielsweise auch in einfachen Schaltern für die Gebäudeautomatisierung oder das Smart Home. In der Fabrikautomatisierung kommt das Konzept in Frage für Sensoren wie etwa binäre Geber oder RFID-Leser.«

Zukünftige Versionen werden die entstehenden Zweidraht-Ethernet-Standards für die Prozessautomatisierung unterstützen: »Es gibt Bestrebungen in der Industrie, Standards zu schaffen, die größere Ethernet-Reichweiten als die bisherigen 300 m und zudem Zweidraht- statt Vierdraht-Ethernet ermöglichen«, verdeutlicht Goller. »Zusammen mit unserer Lösung ließen sich dann Sensoren über große Entfernungen mit einfacher Verkabelung anschließen.«

Goller zufolge besteht die Vision von Internet of Things und Industrie 4.0 darin, Ethernet bis in die kleinsten Geräte zu bringen: »Bis heute ist Ethernet zu teuer, um einfache Things wie Sensoren, Schalter und Bedienelemente in ein Netzwerk zu integrieren«, führt er aus. »Unsere Technologie wird die bisher bestehende Kostenbarriere und die Komplexitätsgrenze von Ethernet einreißen.«

Halle 2, Stand 220; Halle 2, Stand 458