Mikrotron Erste High-Speed-Industriekamera mit Fiber-Schnittstelle

Kompakt gebaut ist die lüfterlose 3-Megapixel-Kamera „EoSens 3FIBER“ von Mikrotron.
Kompakt gebaut ist die lüfterlose 3-Megapixel-Kamera „EoSens 3FIBER“ von Mikrotron.

Die lüfterlose 3-Megapixel-Kamera „EoSens 3FIBER“ ist laut Hersteller Mikrotron die erste High-Speed-Bildverarbeitungskamera mit integrierter Fiber-Schnittstelle.

Die Kamera arbeitet mit einer Bildrate von bis zu 566 Bildern/s. Sie überträgt die Bilddaten über die Fiber-Schnittstelle und ein bis zu 300 m langes Fiber-Kabel. Ausgehend von 1696 x 1710 Bildpunkten maximaler Auflösung lässt sich das Bildfeld stufenlos reduzieren (ROI), was Bildraten von bis zu 225.000 Bildern/s ermöglicht. Der kompakte und robuste MTP/MPO-Stecker sorgt dafür, dass die Kamera auch bei schnellen und plötzlichen Bewegungen mit dem System verbunden bleibt. Die dünnen Einzelfasern ermöglichen die Bündelung zu einem Kabel, das alle Daten überträgt.

»Fiber-optische Transmitter sind schon lange Standard in Telekommunikation und IT und haben sich dort bewährt«, erläutert Max Scholz, Strategical Marketing Manager bei Mikrotron. »Dadurch sind die Kosten für fiber-optische Lösungen in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken, und wir glauben, dass die Zeit reif ist, um diese Technologie nun auch in High-Speed-Bildverarbeitungs-Applikationen einzusetzen. Ein weiterer Vorteil der preisgünstigen und sehr dünnen faser-optischen High-Speed-Kabel gegenüber derzeit gängigen Kupferkabeln ist, dass sie ausschließlich Lichtwellen übermitteln und somit vollkommen resistent gegenüber elektromagnetischen Störungen sind. Damit eignen sie sich speziell für Anwendungen, bei denen derartige Störungen auftreten können.« Die Kamera ist einschließlich C-Mount-Adapter nur 80 x 80 x 58 mm groß, so dass sie sich leicht in vorhandene Produktionslinien und Maschinen oder eine bewegliche Ausrüstung integrieren lässt.

Im Vergleich zu Lösungen auf Kupferbasis sind die Gesamtsystemkosten der Fiber-Lösung niedrig - wegen des geringeren Kabelpreises pro Meter und weil die Glasfaser-Schnittstelle sowohl im Framegrabber als auch in der Kamera integriert ist. Um sämtliche Kapazitäten der neuen High-Speed-Fiber-Lösung zu nutzen, lässt sich die Kamera mit einem Fibergrabber von Kaya Instruments ausstatten.

Ihr Funktionsumfang prädestiniert die Kamera für alle Anwendungen, bei denen hohe Daten-/Bildraten in Verbindung mit langen Kabeln nötig sind, etwa bei der Qualitätskontrolle in industriellen Prozessen oder im Transportwesen. Die Kamera eignet sich aber auch für alle Anwendungen, bei denen elektromagnetische Störungen ein Thema sind, sowie für Applikationen, bei denen mehrere Kameras synchron über lange Distanzen arbeiten müssen. Mögliche Einsatzgebiete sind etwa die Inspektion von Zugachsen, Radreifen und Oberleitungen im Transportwesen, diverse industrielle Qualitätsprüfungen etwa im Automotive-Sektor, aber auch Aufzeichnungen und Überwachungen in der Ballistik oder von Raketenstarts.