Siemens und Phoenix Contact stellen auf der Hannover Messe die ersten Profienergy-Geräte vor Energie-Management via Profinet

Das dezentrale Peripheriesystem »Simatic ET 200S High Feature« von Siemens mit dem Powermodul PM-E RO

Das Energie-Management-Profil »Profienergy« für Profinet steht in den Startlöchern: Seine Definition wurde im Januar abgeschlossen, so dass zur Hannover Messe die ersten Produkte auf den Markt kommen können. Den Anfang machen Siemens und Phoenix Contact.

Mit dem von der Profibus-Nutzerorganisation (PNO) standardisierten, hersteller- und geräteunabhängigen Profienergy-Profil lassen sich per Profinet-Kommunikation von einer zentralen Steuerung aus einzelne Geräte oder auch ganze Teilbereiche einer Fertigung ohne externe Hardware stilllegen. In Produktionspausen werden Verbraucher koordiniert und zentral gesteuert abgeschaltet, während andere Automatisierungskomponenten in Betrieb bleiben können, etwa weil sie sicherheitsrelevante Aufgaben erfüllen. Am Ende einer Pause werden die Verbraucher wieder koordiniert angeschaltet.

Zur Hannover Messe bringen Siemens und Phoenix Contact ihre ersten Produkte mit dem Profienergy-Profil auf den Markt. Die Siemens-Division Industry Automation präsentiert erstens das Modul »Simatic ET 200S Powermodul PM-E RO« für das dezentrale Peripheriesystem »Simatic ET 200S High Feature« und zweitens nachladbare Funktionsbausteine für Simatic-Steuerungen. Das Powermodul schaltet einzelne Ausgänge und Eingänge des Peripheriesystems »Simatic ET 200S High Feature« gezielt ab und trennt die daran angeschlossenen Verbraucher von der Stromversorgung.

Die Funktionsbausteine ermöglichen ein Energie-Management ganzer Anlagenteile. Sie beruhen nicht nur auf dem Profienergy-Profil, sondern auch auf der neuen Profinet-Funktion »I-Device« (Intelligent Device), die eine E/A-Kommunikation einer CPU zu anderen überlagerten oder zentralen Steuerungen erlaubt. Ausgelegt sind sie für Automatisierungsstrukturen mit den Steuerungen »Simatic CPU 315-2 PN/DP«, »Simatic CPU 317-2 PN/DP« und »Simatic CPU 319-3 PN/DP« sowie den dezentralen Peripheriesystemen »Simatic ET 200S« und »Simatic ET 200pro« mit CPU-Funktion.

Neu zur Hannover Messe ist auch der modulare Gigabit-Ethernet-Switch aus der Produktlinie »Factoryline« von Phoenix Contact: Anwender können gleichzeitig an allen zwölf Gigabit-Ports die volle Leistung abfragen. Dabei bleibt genug Reserve für bis zu 16 zusätzliche 100-MBit-Ports. Der Switch sorgt mittels des Profienergy-Profils für energieeffizienten Betrieb. Er ist modular aufgebaut und bietet vielfältige Anschlussmöglichkeiten sowie umfangreiche Konfigurations- und Diagnosemöglichkeiten.

Auf der Hannover Messe sind die beiden Unternehmen folgendermaßen vertreten:

Siemens, Halle 9, Stand A72
Phoenix Contact, Halle 9, Stand F40