Computer-on-Module ermöglicht flexible Anlagenvisualisierungen Embedded-Gateway für Smartphones

Als Embedded-IP-Gateway in Automatisierungsgeräte integriert wird der Computer-on-Module »DIL/NetPC DNP/9265« von SSV Software Systems.

Viele Visualisierungsaufgaben lassen sich heutzutage mit Smartphones lösen. SSV Software Systems hat daher einen Computer-on-Module entwickelt, der als Embedded-Board in Automatisierungsgeräten die Funktion eines HMI für Apples iPhone und andere Smartphones ausübt.

Die hochauflösenden Displays und Multi-Touchscreens der Smartphones erlauben es dem Benutzer, relativ ortsunabhängig auf komplexe Visualisierungen zuzugreifen. Mit ihrer Hilfe lassen sich beispielsweise der aktuelle Zustand einer Anlage oder eines Prozesses visualisieren und - bei entsprechender Berechtigung - auch umfangreiche Sollwert- und Konfigurationsänderungen durchführen. Möglich macht dies der COM »DIL/NetPC DNP/9265« von SSV Software Systems, der als Embedded-IP-Gateway in Automatisierungsgeräte integriert wird.

Das Modul beruht auf einem ARM9-Prozessor mit jeweils 32 MByte Flash und RAM. Speichererweiterungen sind über ein SD-Karten-Interface möglich. Für die Verbindung nach außen sorgen 3x UART, 1x I2C, 1x SPI, 1x CAN, 1x USB Host sowie diverse GPIOs. Als Software-Plattform fungiert ein Embedded-Linux mit speziellen Erweiterungen.

Als IP-Interface dient eine 10/100-MBit/s-Ethernet-Schnittstelle, über die auch der Smartphone-Zugriff erfolgt. Die gewünschte Smartphone-App (Anwendung) wird als Web-Anwendung entwickelt, und zwar auf Basis etablierter Web-Standards wie HTML, CSS, JavaScript und AJAX. Ein spezielles Software Development Kit (SDK) auf Basis des proprietären Objective-C ist zur App-Entwicklung nicht erforderlich. Für den COM entwickelte Anwendungen lassen sich dadurch beispielsweise auch auf Mobiltelefonen mit dem Google-Betriebssystem Android ausführen.

Im Gegensatz zu den iPhone-Apps für den privaten Bereich wird die jeweilige DNP/9265-Visualisierungs-App nicht über den Apple-App-Store in ein iPhone geladen, sondern lokal oder per Internet über den internen Webserver des COM.

Für Anwendungsentwickler, die sich mit einer solchen Visualisierungslösung befassen wollen, steht ein OEM-Integrations-Kit bereit. Das Kit umfasst den COM, wahlweise auf einem Träger-Board oder in einem DIN-Hutschienengehäuse, sowie umfangreiches Zubehör und eine Dokumentation. Im Flash-Speicher des COM ist eine Web-gestützte Beispiel-iPhone-App vorinstalliert, die verschiedene System-Ressourcen des COM per Smartphone visualisiert. Darüber hinaus lassen sich die Konfigurationsdaten des COM per iPhone ändern.

Für den iPhone-Zugriff müssen sich der im Integrations-Kit enthaltene COM und das Smartphone im gleichen IP-Netzwerk befinden. Ein vorkonfigurierter WLAN-Access-Point gehört daher zum Lieferumfang. Per Ethernet wird dieser mit dem COM verbunden. Die iPhone-Verbindung erfolgt über die 2,4-GHz-Funkschnittstelle.