Neue Funktionen und Profile erweitern den Anwendungsbereich von SERCOS interface Echtzeit-Ethernet SERCOS III

SERCOS III ist der nächste logische Schritt in der Entwicklung von SERCOS interface. Neben günstigen Kosten und guten Leistungsdaten spezifiziert SERCOS III neue Funktionen, die richtungweisend für neue Anwendungen in der Automatisierung sind. Es wandelt sich somit von einer spezialisierten Antriebsschnittstelle zu einem universellen Echtzeit-Ethernet für die Automatisierungstechnik.

Seit mehr als 15 Jahren wird die digitale Antriebsschnittstelle „SERCOS interface“ in „Motion Control“-Anwendungen eingesetzt. Ihre Attraktivität basiert auf den spezifischen technischen Eigenschaften und dem großen Produkt- und Anbieterspektrum. Echtzeit-Fähigkeit, Protokolleffizienz, Hardware-Synchronisation und hohe Störsicherheit wurden bei SERCOS von Beginn an berücksichtigt und spezifiziert.

Mit SERCOS III steht dieses Verfahren nun auf Basis von Fast Ethernet mit einer Datenübertragungsrate von 100 Mbit/s und mit zahlreichen neuen Merkmalen und Funktionen zur Verfügung. Durch diese Funktions-, Protokoll- und Profilerweiterungen werden neue Anwendungsfelder erschlossen. Als einer der ersten Echtzeit-Ethernet-Kommunikationsstandards unterstützt SERCOS III dabei das von zahlreichen Herstellern getragene FDT-Verfahren für die Einbindung von Feldgeräten in unterschiedlichste Software-Umgebungen.

Um auch zukünftige Anforderungen an die Automatisierung von Maschinen und Anlagen optimal abdecken zu können, entschloss sich die Nutzerorganisation SERCOS International (SI) im Jahre 2003, den SERCOS-Standard auf der Basis von Industrial Ethernet weiterzuentwickeln.

Die nunmehr dritte SERCOS-Generation (SERCOS III) zeichnet sich durch eine hohe Systemleistung bei vergleichsweise niedrigen Kosten aus.

Viele neuer Kommunikationsfunktionen und ein zukunftsorientiertes Geräteprofil für verschiedenartige Automatisierungsgeräte, insbesondere für dezentrale E/A-Peripheriegeräte, stellen dabei sicher, dass SERCOS künftig nicht nur als Antriebsschnittstelle eingesetzt werden kann. Vielmehr lässt sich das Verfahren als universelles und flexibles Echtzeit-Netzwerk für die Kommunikation zwischen beliebigen Automatisierungsgeräten nutzen (Tabelle).