VDMA Robotik+Automation Drei Prozent Umsatzwachstum 2012 und 2013

Der Gesamtumsatz der vom VDMA Robotik+Automation vertretenen Branchen (Inland und Export, 2010 bis 2013, 2013: Prognose)
Der Gesamtumsatz der vom VDMA Robotik+Automation vertretenen Branchen (Inland und Export, 2010 bis 2013, 2013: Prognose)

Die vom VDMA Robotik+Automation vertretenen Branchen Robotik, Bildverarbeitung und Integrated Assembly Solutions steigerten ihren Umsatz 2012 um insgesamt knapp 3 Prozent von 10,2 auf 10,5 Mrd. Euro - ein neuer Rekord. Auch für 2013 erwartet der Verband ein Plus von 3 Prozent auf dann 10,8 Mrd. Euro.

Die Robotik erhöhte 2012 ihren Branchenumsatz um 8 Prozent von 2,8 auf 3,0 Mrd. Euro und erreichte damit einen neuen Umsatzrekord - und das, obwohl die Stückzahlen im Inlandsmarkt und im Export zurückgingen. »Hieraus lässt sich folgern, dass vermehrt hochwertige Roboter und komplexere Systeme installiert wurden«, erläutert Hans-Dieter Baumtrog, Geschäftsführer der ATS-Tochtergesellschaft Sortimat Assembly Technology und Vorstandsvorsitzender von VDMA Robotik+Automation. Nach den hohen Umsatzsteigerungen der vergangenen drei Jahre werde die Robotik jedoch im laufenden Jahr bei 3 Mrd. Euro stagnieren.

Der Umsatz von Integrated Assembly Solutions (vormals Montage- und Handhabungstechnik) stieg 2012 um 1 Prozent von 5,88 auf 5,94 Mrd. Euro und übertraf damit den bisherigen Spitzenwert von 2011. Im laufenden Jahr wird die Branche laut VDMA um 5 Prozent auf 6,24 Mrd. Euro wachsen, »teilweise bedingt durch den hohen Auftragsbestand bei Systemen«, wie Baumtrog betont.

Die Hersteller industrieller Bildverarbeitungstechnik verfehlten 2012 mit einem Umsatz von 1,492 Mrd. Euro knapp ihre Bestmarke von 1,507 Mrd. Euro aus dem Jahr 2011. Im laufenden Jahr wird der Branchenumsatz laut VDMA um 5 Prozent auf 1,567 Mrd. Euro zunehmen.

Deutlich verändert hat sich 2012 der Anteil der einzelnen Abnehmerbranchen am Umsatz von Robotik und Automation: »Die Automobilindustrie sorgte seit 2009 für ein nahezu ungebremstes Wachstum in allen drei Teilbranchen«, führt Baumtrog aus. »Im Jahr 2012 hat sich das verändert, und zwar in den Teilbranchen unterschiedlich.« So wurden 2012 in Deutschland rund 11 Prozent mehr Roboter in die General Industry verkauft als im Vorjahreszeitraum, während die Roboterkäufe der Automobilindustrie um 16 Prozent zurückgingen. Damit stieg der Anteil der General Industry von 35 Prozent auf 42 Prozent. Dennoch liegen die Absatzmengen in der General Industry laut Baumtrog noch immer unter den Vorkrisenwerten.

Für Integrated Assembly Solutions dagegen war die Automobilindustrie auch 2012 mit Abstand die stärkste Kundenbranche. Gegenüber 2011 legte der Umsatz nochmals um gut 8 Prozent zu; der Umsatzanteil wuchs von 62 auf fast 71 Prozent. Dagegen ging der Umsatz mit der General Industry deutlich zurück. »Zu beachten ist jedoch, dass wegen der hohen Auftragsbestände viele Projekte 2012 noch nicht abgeschlossen wurden und sich Umsatzanteile ins Jahr 2013 verschieben«, kommentiert Baumtrog.

Für die industrielle Bildverarbeitung sank 2012 der Umsatz mit der Automobilindustrie um 24 Prozent. Mit der General Industry wuchs er dagegen um fast 7 Prozent, mit den nicht-industriellen Branchen sogar um 9 Prozent.