3D-Vision-Hardware Cognex bietet erstmals 3D-Sensor an

Der DS1000 ist der erste 3D-Sensor von Cognex.
Der DS1000 ist der erste 3D-Sensor von Cognex.

Der Bildverarbeitungstechnik-Hersteller Cognex ist in die Welt der 3D-Vision-Hardware eingestiegen: Sein 3D-Sensor DS1000 ist eine komplette Systemlösung aus Laserprojektion und 3D-Bildverarbeitung.

»3D ist ein sehr wichtiges Thema für uns«, erläuterte Dirk Rathsack, Vice President MVSD Sales & Service Europe bei Cognex, anlässlich der Bildverarbeitungs-Messe Vision 2012. »Nicht von ungefähr haben wir vor eineinhalb Jahren das Softwaretool '3D-Locate‘, jetzt »VisionPro 3D«, auf den Markt gebracht. Unser Anliegen ist es, genau zu verstehen, welche Anwendungen ökonomisch erfolgreich mit 3D-Bildverarbeitungstechnik zu lösen sind.«

Jetzt hat das US-Unternehmen erstmals auch 3D-Bildverarbeitungs-Hardware im Programm: Der 3D-Sensor DS1000 ist eine anwendungsspezifisch optimierte, komplette Systemlösung aus Laserprojektion und 3D-Bildverarbeitung. Als kompakte, autark arbeitende 3D-Vision-Lösung lässt er sich leicht in Fertigungslinien integrieren. Geschützt ist er gemäß IP65, auf Wunsch sogar nach IP69K für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie.

Der werkskalibrierte 3D-Sensor erfasst Volumen, Höhe und Schieflage und gibt die Ergebnisse in der Einheit Millimeter aus. Auch Ebenenabgleich und das Lesen von OCR-Zeichen (Optical Character Recognition) sind möglich. Die Merkmalsfindung erfolgt bis in den µm-Bereich mit topografischer Darstellung. Schwierige OCR- bzw. Anwesenheits-/Abwesenheits-Anwendungen vereinfacht der DS1000, indem er Kontrast aus wechselnden Höhen schafft, unabhängig von der Farbe. Integriert hat er die Bildverarbeitungs-Software von Cognex mit 3D- und 2D-Toolsets einschließlich »PatMax«-, »IDMax«- und »OCRMax«-Algorithmen.

Das Gerät liest geprägte oder vorstehende Zeichen wie etwa Dot-Codes auf Autoreifen. Es verifiziert das Vorhandensein kontrastarmer Objekte in Behältern oder Verpackungen. Zudem identifiziert es Oberflächendefekte und Späne mit geringem oder keinem Kontrast. Um Fehlausrichtungen festzustellen, misst es Höhen und Schieflagen von Komponenten. Für die Portionierung von Lebensmitteln berechnet es Volumen und Dimensionen.

Der 3D-Sensor lässt sich mit 2D-Kameras in ein und demselben Bildverarbeitungs-System kombinieren: Anwender können GigE-Kameras für 2D-Prüfaufgaben hinzufügen.