Bosch-Tochter will im Geschäftsjahr 2011 zweistellig zulegen Bosch Rexroth wieder auf Wachstumskurs

Dr. Karl Tragl, Bosch Rexroth: »In Märkten wie Brasilien und Indien wachsen wir überproportional schnell.«
Dr. Karl Tragl, Bosch Rexroth: »In Märkten wie Brasilien und Indien wachsen wir überproportional schnell.«

Nach der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise ist Bosch Rexroth anno 2010 auf Wachstumskurs zurückgekehrt: Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz um 22 Prozent auf 5,1 Mrd. Euro. Auch in diesem Jahr will die Bosch-Tochtergesellschaft deutlich zulegen.

»Bosch Rexroth hat den Wandel auf den Märkten als Chance verstanden und in starkes Wachstum umgesetzt«, erläuterte der Vorstandsvorsitzende Dr. Karl Tragl. Diese Entwicklung werde sich 2011 fortsetzen, zumal sich der Auftragseingang bereits im Vorjahr auf rund 6 Mrd. Euro verdoppelt habe. »Die Spitzenwerte aus den Zeiten vor der Krise kommen damit schneller wieder in Sicht als noch vor einem Jahr erwartet«, betonte Tragl. Im laufenden Jahr baut das Unternehmen seine internationalen Tätigkeiten weiter aus und rechnet erneut mit einem zweistelligen Plus.

Seine stärksten Zuwächse erzielte Bosch Rexroth 2010 in Asien: Der in Lohr am Main ansässige Hersteller von Automatisierungstechnik für Maschinenbau, mobile Arbeitsmaschinen und erneuerbare Energien erhöhte dort seinen Umsatz um 38 Prozent auf 1,4 Mrd. Euro. Innerhalb Asiens entwickelte sich China zum größten Einzelmarkt außerhalb Deutschlands.

In Nord- und Südamerika stieg das Geschäftsvolumen um 36 Prozent auf 829 Mio. Euro. Hier schob sich Brasilien erstmals unter die zehn für das Unternehmen umsatzstärksten Länder vor. »Ähnlich wie in Indien zahlt sich auch in Brasilien unsere langjährige Präsenz vor Ort aus«, sagte Tragl. »Wir wachsen in diesen Märkten überproportional schnell.« In Europa (ohne Deutschland) legte das Geschäft insgesamt um knapp 9 Prozent auf 1,6 Mrd. Euro zu. Deutlich kräftiger entwickelte sich der Umsatz in Deutschland, wo er mit 1,3 Mrd. Euro um 18 Prozent über dem Wert des Vorjahres lag.