Klimaneutral und gemäß Industrie 4.0 Bonfiglioli baut neue Zentrale in Bologna

Bis 2018 will Bonfiglioli im Norden von Bologna eine neue Konzernzentrale errichten.
Bis 2018 will Bonfiglioli im Norden von Bologna eine neue Konzernzentrale errichten.

Der italienische Antriebshersteller Bonfiglioli plant unter dem Stichwort »EVO-Projekt« den Neubau seiner Konzernzentrale in Bologna, die zugleich der größte Standort der Bonfiglioli-Gruppe sein wird.

Die neue Zentrale entsteht im Norden Bolognas auf dem »Clementino-Bonfiglioli-Gelände«, das eine Fläche von insgesamt 148.700 qm hat. Bis 2018 will das Unternehmen dort auch ein neues Fertigungswerk mit einer Fläche von 58.500 qm errichten. 600 Mitarbeiter, die bislang auf drei Standorte verteilt sind, werden dann pro Jahr rund 800.000 Einheiten fertigen.

Bonfiglioli wird in das EVO-Projekt insgesamt rund 60 Millionen Euro investieren. Davon fließt jeweils die Hälfte in den Ausbau der Gebäudeinfrastruktur und in moderne Produktionslinien nach Industrie-4.0-Kriterien. Konzipiert ist EVO nach den neuesten Energieeffizienzstandards. Mit verschiedenen »grünen Maßnahmen« wie etwa einer Photovoltaikanlage mit einer Peak-Leistung von 3 MW auf den Dachflächen soll die neue Konzernzentrale inklusive Fertigungswerk klimaneutral sein.

Im Jahr 2015 erzielte Bonfiglioli einen Umsatz von rund 730 Millionen Euro, für das laufende Jahr strebt das Unternehmen 780 Millionen Euro an. Die Übernahme von O&K Antriebstechnik in Hattingen Ende vergangenen Jahres und die Vergrößerung der Produktionsstätte im norditalienischen Forlì sollen ebenso wie das EVO-Projekt die Marktposition des Unternehmens verbessern.