Asiatische Märkte wirken als Motor - Umsatz mit Kameras steigt explosionsartig Bildverarbeitungsbranche erzielt neuen Umsatzrekord

Der Gesamtumsatz der deutschen Bildverarbeitungsbranche in Mio. Euro von 2000 bis 2011 (2011: Prognose)
Der Gesamtumsatz der deutschen Bildverarbeitungsbranche in Mio. Euro von 2000 bis 2011 (2011: Prognose)

Schon ein Jahr nach ihrem Einbruch im Krisenjahr 2009 hat die deutsche Bildverarbeitungsbranche ihr bisheriges Rekord-Umsatzniveau von 2008 übertroffen: Ihr Gesamtumsatz stieg dem VDMA zufolge von 955 Mio. Euro 2009 um 32 Prozent auf 1,260 Mrd. Euro 2010. Treibende Faktoren des Aufschwungs sind die Automobilindustrie und China.

Für das laufende Jahr erwartet die VDMA-Fachabteilung Industrielle Bildverarbeitung einen weiteren Anstieg um mindestens 20 Prozent auf über 1,5 Mrd. Euro. Anno 2009 war der Branchenumsatz um 21 Prozent gesunken, nachdem er 2008 den damaligen Rekordwert von 1,206 Mrd. Euro erzielt hatte.

»Wir haben absolut nicht damit gerechnet, dass wir das Umsatzniveau von 2008 schon 2010 wieder erreichen, ja sogar übertreffen können«, betonte Dr. Olaf Munkelt, Vorstandsvorsitzender der VDMA-Fachabteilung Industrielle Bildverarbeitung. »32 Prozent - das ist die höchste Wachstumsrate, die wir jemals in unserer jährlichen Bildverarbeitungsstatistik verzeichnet haben.«

Als Treiber der kräftigen Erholung kristallisierten sich die Exporte heraus: Die Lieferungen ins Ausland nahmen gegenüber dem Krisenjahr 2009 um 40 Prozent zu, wohingegen das Inlandsgeschäft »nur« um 23 Prozent wuchs. Der Internationalisierungstrend der deutschen Bildverarbeitungsindustrie hat sich also fortgesetzt - die Exportquote stieg von zuvor 52 auf 56 Prozent. Während das Exportvolumen die bisherigen Rekordwerte von 2008 übertraf, blieb der Inlandsumsatz noch unter dem Vorkrisenniveau.

Der Umsatz in Asien erhöhte sich gegenüber 2009 um 66 Prozent. »Der absolute Shooting Star 2010 war China - der Umsatz mit diesem Land verdreifachte sich gegenüber 2009«, führte Munkelt aus. Aber auch Nordamerika hat sich 2010 mit einem Umsatzplus von 45 Prozent gegenüber 2009 als Absatzmarkt zurückgemeldet (Nord- und Südamerika insgesamt: +41 Prozent). Mit einem Anteil von 12 Prozent am Gesamtumsatz bleibt Nordamerika der wichtigste Handelspartner für die deutsche Bildverarbeitungsbranche. Die Exporte in die europäischen Länder sind gegenüber 2009 um 27 Prozent gestiegen und haben damit das Niveau von 2008 wieder erreicht.