Geschäftsfeld Solutions teilweise verkauft Basler erzielt Umsatzrekord im Kamerasegment

Dr. Dietmar Ley, Basler: »Das Segment Solutions konzentriert sich nunmehr voll auf Inspektionslösungen für LCD-Glas.«
Dr. Dietmar Ley, Basler: »Das Segment Solutions konzentriert sich nunmehr voll auf Inspektionslösungen für LCD-Glas.«

Der Bildverarbeitungstechnik-Hersteller Basler AG hat im Geschäftsjahr 2010 insgesamt das Umsatzniveau von 2007 knapp erreicht; der Bereich Components erzielte einen Rekordumsatz. Dagegen verblieb das Segment Solutions auf dem Umsatzniveau des Krisenjahres 2009, weil es zwischenzeitlich drei seiner vier Produktsparten verkaufte.

Der Konzernumsatz stieg im Geschäftsjahr 2010 um 51,3 Prozent auf 51,0 Mio. Euro. Im Vorjahr hatte das Ahrensburger Unternehmen insgesamt 33,7 Mio. Euro Umsatz erzielt, anno 2008 56,5 Mio. Euro und im Jahr 2007 51,5 Mio. Euro. Sehr erfolgreich agierte der Bereich Components, der Industrie- und Überwachungskameras anbietet: Er erreichte einen Rekordumsatz von 40,7 Mio. Euro nach 23,4 Mio. 2009 und 29,7 Mio. 2008. »Das Segment Components hat gegenüber 2009 um mehr als 70 Prozent zugelegt und seinen bisherigen Rekordumsatz aus dem Jahr 2008 um 37 Prozent übertroffen«, betont Basler-CEO Dr. Dietmar Ley.

Der Bereich Solutions erwirtschaftete einen Umsatz von 10,32 Mio. Euro nach 10,28 Mio. 2009 und 26,8 Mio. 2008. Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, dass er zwischenzeitlich seine Produktlinien zur Inspektion von optischen Datenträgern, Solarwafern und Gummi-/Elastomer-Dichtungen veräußert hat. »Das Segment Solutions konzentriert sich nunmehr voll auf Inspektionslösungen für LCD-Glas«, verdeutlicht Ley.

Die Bruttoergebnismarge des Unternehmens erhöhte sich auf 43,5 Prozent nach 35,0 Prozent im Vorjahr. Das Vorsteuerergebnis stieg auf 5,0 Mio. Euro (Vorjahr: -7,3 Mio. Euro) - »ein neuer Bestwert in der Firmengeschichte«, wie Ley betont. Die Rendite vor Steuern betrug 9,8 Prozent (Vorjahr: -21,7 Prozent). Infolge neu bewerteter aktivierter Verlustvorträge kletterte der Konzernjahresüberschuss auf 8,0 Mio. Euro (Vorjahresfehlbetrag: -10,1 Mio. Euro). Die zuletzt für das Geschäftsjahr 2010 abgegebene Prognose wurde aufgrund eines besser als erwartet verlaufenen 4. Quartals nochmals leicht übertroffen.

»Die in den vergangenen 18 Monaten vorgenommene strategische Neuausrichtung des Unternehmens mit Fokus auf das Kamerageschäft hat sich als erfolgreich erwiesen«, kommentiert Ley. »Im Jahr 2011 werden wir unser Produktportfolio und unsere internationale Absatzorganisation ausbauen, um den Marktanteil des Unternehmens bei Industrie- und Videoüberwachungskameras weiter zu steigern.«

Für 2011 rechnet Ley angesichts des unverändert positiven Trends bei Auftragseingang und Umsatz mit profitablem Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich.