Allied-Vision-Muttergesellschaft steigt in den 3D-Bildverarbeitungs-Markt ein Augusta übernimmt LMI Technologies

Die Augusta Technologie AG, Muttergesellschaft des Industriekamera-Herstellers Allied Vision Technologies (AVT), wird den 3D-Sensor-Hersteller LMI Technologies komplett erwerben. Die Transaktion soll bereits in den nächsten Wochen abgeschlossen werden.

Nachdem Augusta über sein in Stadtroda beheimatetes Tochterunternehmen AVT zum 1. Januar 2011 den Osnabrücker Nahinfrarot- und Langwelleninfrarot-Spezialisten VDS Vosskühler übernommen hat, erweitert die Münchner Holding-Gesellschaft ihr Bildverarbeitungs-Portfolio jetzt um 3D-Systeme. »LMI ist eine optimale Ergänzung in unserem Vision-Segment und öffnet uns die Tür zum stark wachsenden 3D-Markt«, erläutert Augusta-CEO Amnon Harman. »3D-Systeme stellen eine umfangreiche, komplementäre Erweiterung unseres bisherigen Produktportfolios dar.« Für diesen Markt rechnen Branchenexperten laut Augusta mit einem nachhaltigen Wachstum von über 20 Prozent pro Jahr weltweit.

LMI betrachtet sich als eine der weltweit führenden Firmen auf dem Gebiet der 3D-Laser-Triangulation. Das im kanadischen Vancouver ansässige Unternehmen beliefert Industriemärkte wie Holzverarbeitung, Glasinspektion, Reifenherstellung und Automobilindustrie sowie Branchen außerhalb der klassischen Industrie wie Straßenbau und Landwirtschaft. Es beschäftigt weltweit rund 75 Mitarbeiter und erzielte in den letzten zwölf Monaten Umsatzerlöse von 20 Mio. US-Dollar bei einer operativen Marge (EBITDA) von etwa 20 Prozent.

Der Kaufpreis für LMI beträgt 30 Mio. US-Dollar zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses. Hinzu kommen so genannte Earn-Out-Komponenten, die an die Steigerung der Profitabilität in den Jahren 2011 und 2012 gekoppelt sind. Aus heutiger Sicht erwartet Augusta Earn-Out-Zahlungen von rund 10 Mio. US-Dollar. Der Kaufpreis wird größtenteils fremdfinanziert.

LMI-CEO Terry Arden bleibt auch nach der Übernahme in gleicher Funktion beim Unternehmen tätig.