Insys icom Auch Router werden modular

Auch bei Industrie-Routern wie den Geräten der Serie MRX von Insys icom ist heutzutage Modularität gefragt.
Auch bei Industrie-Routern wie den Geräten der Serie MRX von Insys icom ist heutzutage Modularität gefragt.

Auf dem Weg in Richtung Industrie 4.0 ist Modularität gefragt: Nicht mehr nur Steuerungs- und I/O-Systeme sind vollständig modular aufgebaut, sondern auch Router und andere Automatisierungsgeräte. Insys icom stellt auf der SPS IPC Drives eine Serie modularer Router vor.

»Überall dort, wo eine zunehmende Dynamik in den Märkten erkennbar ist, liegt Modularität klar im Trend«, sagt Wolfgang Wanner, Marketing-Leiter von Insys icom. Bereits 2012 nutzten laut einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger 86 Prozent der Unternehmen in Deutschland modulare Baukastensysteme. Anlagenbauer möchten den Anteil ihrer modularen Produkte bis 2015 auf 43 Prozent, Maschinenbauer gar auf 70 Prozent erhöhen. »Die logische Konsequenz ist, dass auch Router als die Kommunikationsschnittstelle im Zeitalter von Industrie 4.0 hier voranschreiten müssen«, führt Wanner aus.

Oft betreffen Änderungen an Maschinen und Anlagen auch Steuerungen oder andere Komponenten, die aus der Ferne überwacht oder erreicht werden müssen. »Schlecht, wenn in diesem Fall gerade alle lokalen LAN-Schnittstellen am Router belegt sind oder nur ein serieller Port verfügbar ist.« Ähnlich verhalte es sich bei den Technologiesprüngen, die in immer rascherer Folge kämen: »Der Mobilfunkstandard LTE, also 4G, erobert gerade die Industrie, und schon ist die Entwicklung von 5G und mehr in vollem Gange«, verdeutlicht Wanner. »Mit einem modularen Gerät ist bei Bedarf ohne großen Aufwand ein Technologiewechsel möglich. Solch eine Migration geht weit einfacher vonstatten, weil nur das in Frage kommende Modul gewechselt werden muss und der Router ansonsten weiter seinen Dienst verrichten kann.«

Die voll-modularen Industrierouter der Serie MRX bedienen laut Wanner zwei zentrale Anforderungen der Kunden: Flexibilität und Investitionssicherheit. Sie knüpfen an die Embedded-Kommunikationsmodule des Unternehmens an und bringen diese Modularität auf die DIN-Hutschiene. Das Grundgehäuse ist mit drei (MRX3) oder fünf Slots (MRX5) lieferbar. Alle Einschübe, »MRXcards« genannt, sind komplett austauschbar und werden über ein leistungsstarkes Bussystem verbunden. Der erste Slot des Grundgehäuses beherbergt immer eine externe LAN-Schnittstelle und einen Vier-Port-Switch. Der zweite Slot lässt sich zur Markteinführung wahlweise als reines Power-Modul oder als LTE-Variante bestücken. Je nach Gehäuse können ein bis drei Zusatzmodule untergebracht werden - zum Start sind ein Vier-Port-Switch-, ein LTE- und ein I/O-Modul einschließlich serieller (RS-232/485) und USB-Schnittstelle erhältlich. Weitere eigene und Drittanbieter-Module sind bereits in Planung. Zudem können auf Projektbasis auch kundenspezifische Module entwickelt werden.

Neben der grundlegenden Watchdog-Funktion bieten die Router unter anderem eine selbstständige Verbindungsüberwachung auf vielen Ebenen und einen automatischen Wiederaufbau der Verbindung. Konfigurieren lassen sie sich über eine intuitive Bedienoberfläche auf Web-Basis ohne zusätzlich zu installierende Tools. Alternativ ist die Konfiguration auch über Command Line Interface (z.B. SSH) oder über Dateien möglich. Diese Mechanismen sind auch automatisiert nutzbar. Eingesetzte Module werden automatisch erkannt und daraufhin die entsprechend benötigten Konfigurationsseiten und -möglichkeiten bereitgestellt. Zur Grundausstattung gehören auch VPN und eine Stateful Firewall mit MAC-Filtern. Mit dem VPN-Netzwerkdienst »Insys Connectivity Service« kann außerdem jeder ohne große Vorkenntnisse und umfangreiches Fachwissen ein eigenes und sicheres VPN-Netzwerk aufbauen und administrieren.

SPS IPC Drives 2014: Halle 7, Stand 201