Profibus & Profinet International Asset Management mit Profinet

Karsten Schneider, PI: »Nur qualifizierte maschinenlesbare Daten, die herstellerübergreifend definiert sind, verringern den Aufwand bei der Asset-Verwaltung.«
Karsten Schneider, PI: »Nur qualifizierte maschinenlesbare Daten, die herstellerübergreifend definiert sind, verringern den Aufwand bei der Asset-Verwaltung.«

PI (Profibus & Profinet International) hat die Profinet-Spezifikation um die Funktion »Asset Management Record« erweitert.

Mit der neuen Funktion lassen sich Assets wie etwa Maschinen und Anlagen erfassen, um trotz steigender Komplexität der Prozesse sowie der zugehörigen Maschinen und Anlagen die Wartung und den Betrieb einfacher zu gestalten. Ein digitaler Fingerprint einer Anlage steht jetzt zur Verfügung. Zusammen mit den schon bekannten Identification&Maintenance-Daten für Profinet-Geräte ist damit eine umfassende Erfassung auch von Geräten und Maschinen möglich, die nicht im Profinet-Umfeld projektiert werden.

Der aktuelle Stand von Hard- und Firmware sowie der Installationsort müssen leicht zu erfassen sein, um bei der Inbetriebnahme oder bei Hochrüstungen zu überprüfen, ob die Geräteinstallation passt. Außerdem lassen sich so die jeweils genutzten FW-Treiber überprüfen, so dass für den jeweiligen Arbeitsprozess die nötigen und zugelassenen Assets im Einsatz sind. Dank der offenen TCP/IP-Kommunikation können nicht nur SPSen diese Daten einlesen, sondern es können auch Zusatz-Tools auf die SPS ohne zusätzliche Maßnahmen zugreifen.

»Diese beiden Aspekte von Industrie 4.0 - die genaue Datenspezifikation und der einfache Zugriff von außen - sind folglich beim Asset Management mit Profinet heute schon umgesetzt«, erläuterte der PI-Vorstandsvorsitzende Karsten Schneider. »Nur qualifizierte maschinenlesbare Daten, die herstellerübergreifend definiert sind, verringern den Aufwand bei der Asset-Verwaltung.«

Details zur Funktion sind in der Profinet-Spezifikation und in Entwicklerunterlagen wie der PI-Recommendation »Profinet-Feldgeräte, Empfehlungen zu Design und Implementierung« beschrieben. Für Mitglieder stehen die Dokumente zum kostenlosen Download auf www.profinet.com bereit.

SPS IPC Drives: Halle 2, Stand 220/221