Siemens: Zug-Bündnis? 6,5 Mrd. Euro Gewinn angepeilt

Die Konzernzentrale von Siemens in München
Die Konzernzentrale von Siemens in München

Stromerzeugung und Gamesa eher schwach, Digitale Fabrik kostet: Siemens dürfte im dritten Quartal etwas an Tempo verloren haben.

Analysten rechnen für den Zeitraum zwischen April und Juni mit einem abgeschwächten Wachstum. Neben einem schwächeren Abschneiden in der Stromerzeugungssparte dürfte auch der neu geformte Windturbinenhersteller Siemens Gamesa ein eher maues drittes Quartal verzeichnet haben. Außerdem sollen Integrationskosten und Investitionen in der Sparte Digitale Fabrik auf dem Ergebnis gelastet haben. Die konkreten Zahlen legt Siemens-Chef Joe Kaeser heute vor.

Dabei dürfte er die Jahresprognose bekräftigen, erwarten die Experten. Siemens peilt bis zu 6,5 Milliarden Euro Konzerngewinn an, der Umsatz soll aus eigener Kraft leicht wachsen.
 
Bereits am Mittwoch hatte auch der Aufsichtsrat des Elektrokonzerns beraten. Vorab war spekuliert worden, dass dabei auch ein Bündnis zwischen Siemens und dem kanadischen Flugzeug- und Bahntechnikkonzern Bombardier im Zuggeschäft beschlossen werden könnte.

Dem Vernehmen nach gibt es dazu aber noch eine Reihe offener Fragen, das Thema sei sehr komplex, hieß es. Zur nächsten turnusmäßigen Sitzung des Kontrollgremiums Ende September könnte die mögliche Allianz dann wieder auf die Tagesordnung kommen. Zuletzt war die Gründung von zwei Gemeinschaftsunternehmen im Gespräch - eines für die Signaltechnik und eines für das Zuggeschäft.