Laboroszilloskope: die Leistungsfähigen für den Entwickler

Neues gibt es laufend bei den Labor-Oszilloskopen: Einerseits werden Bandbreiten und Abtastraten immer größer, noch bedeutender sind jedoch die dank moderner Softwarekonzepte immer vielfältiger werdenden Diagnose- und Auswertemöglichkeiten.

Digitale Speicheroszilloskope (DSOs) haben sich als universelle Messgeräte einen festen Platz in Labor, Prüffeld und Service erobert. Die Bedienung ist komfortabel, sie bieten vielfache Darstellungsmöglichkeiten und lassen sich in automatische Messplätze integrieren. Speziell für Entwickler, Ingenieure, die mit der Design-Verifikation und -Validierung von Komponenten und Systemen für die Hochgeschwindigkeits-Kommunikationstechnik befasst sind, hat Agilent Technologies ein Präzisions-Signalanalysator-Modul entwickelt, das mit einem beachtlich niedrigen Rest-Jitter von deutlich unter 100 fs und Kanalbandbreiten bis 35 GHz aufwarten kann.
 

Dieses neue Plug-in-Modul ist konzipiert für die Communications-Analyzer der Reihe 86100C-DCA-J (Bild 1); es enthält eine Hardware-Taktrückgewinnungsschaltung, die den Messaufbau erheblich vereinfacht. Der Analysator kann dadurch direkt auf ein unsymmetrisches oder symmetrisches Signal mit eingebettetem Takt triggern; ein separater Triggereingang ist nicht erforderlich. Das integrierte Triggersystem funktioniert auch bei Signalen mit Spread-Spectrum-Charakteristik und ermöglicht dadurch präzise Signalanalysen an Komponenten und Systemen für serielle Busse wie PCI-Express oder SATA. Der interne Phasendetektor ermöglicht einfache und genaue PLL-Bandbreitenmessungen an Komponenten mit Takt- oder Dateneingängen und -ausgängen.

Die Mixed-Signal-Labor-Scopes (MSO) sind für viele Entwickler unentbehrlich, denn mit ihnen kann man digitale Pegelwerte und analoge Signale zeitkorreliert auf dem Bildschirm darstellen. Der steigenden Nachfrage nach diesen Scopes wird nun u.a. Yokogawa gerecht, indem es seine DL9000-Serie (Bild 2) um drei neue Modelle erweitert. Wahlweise können nun 16 oder 32 Logik-Kanäle mit vier analogen Kanälen kombiniert werden. Es stehen Versionen mit 500 MHz oder 1 GHz analoger Bandbreite bei einer Echtzeit-Abtastrate von bis zu 5 GS/s pro Kanal jeweils digital und analog zur Verfügung. Alle Modelle (DL9505L, DL9510L, DL9705L, DL9710L) bieten standardmäßig u. a. eine Hochgeschwindigkeitserfassung mit einer Akquisitionsrate von bis zu 25000 Kurvenformen/s.