Komplettdienstleistung oder Einzelservice, der Kunde hat die Wahl

Mit einem neuen Dienstleistungskonzept, das dem Kunden vom Vollservice bis zur Einzeldienstleistung aus dem Produktlebenszyklus die freie Wahl lässt, will die straschu Industrie-Elektronik neue Wachstumspotentiale erschließen. Zum wichtigsten Umsatzträger entwickelt sich für straschu die Medizinelektronik.

Auf der diesjährigen SMT/Hybrid/ Packaging in Nürnberg präsentierte die straschu Industrie-Elektronik mit »modular Electronic Manufacturing Services«, kurz modEMS, sein neues Dienstleistungskonzept. »Unter dem Slogan ‘modEMS’ gehen wir mit einer neuen Marke an den Markt«, beschreibt Olaf Pannenborg, Vertriebsleiter der straschu Industrie-Elektronik, das neue Konzept. Damit möchten die Unternehmen der Gruppe deutlich machen, dass sie ihre Kunden in jeder Produktlebensphase von elektronischen und mechatronischen Baugruppen, Geräten und Systemen mit umfassenden Dienstleistungen aus ihren eigenen Produktionsstätten unterstützen können.

Nicht umsonst war die Rückwand des straschu-Standes in Nürnberg mit einer großen Torte dekoriert, die sich aus den Tortenstücken Entwicklung, Design, Test, Materialmanagement, Produktion, Logistik und After Sales Service zusammensetzte. Nach der Devise: »Welches Stückchen hätten Sie den gerne?« kann sich der Kunde genau die Dienstleistungen aus den sieben Phasen des Produktlebenszyklus heraussuchen, die er benötigt. »Wir reagieren mit diesem Angebotskuchen auf die wachsende Zahl von Entwicklungsaufträgen, die in den letzten Jahren an uns herangetragen wurden«, schildert Pannenborg die Beweggründe. Um von dieser Entwicklung zu profitieren, werden die Serviceleistungen nun so projektbezogen wie möglich angeboten. »Nicht jeder Kunde benötigt eine Komplettbetreuung von unserer Seite«, stellt Pannenborg fest, »manch einer möchte nur bei der Entwicklung, der Produktion und den After Sales Services unterstützt werden.«

In Stuhr verspricht man sich von der neuen Aufstellung das Ausschöpfen noch schlummernder Potenziale auf der Kundenseite. Dass die Aufträge dabei demnächst nicht unbedingt aus dem Maschinenbau kommen werden, ist Pannenborg klar, »für uns hat sich aber beispielsweise die Medizintechnik zum Fels in der Brandung entwickelt, dort ist man intensiv auf der Suche nach qualifizierten Partnern.« Die große Kundennachfrage aus diesem Bereich hat dazu geführt, dass das Entwicklungsteam der straschu Industrie-Elektronik von derzeit sechs in Zukunft auf acht Mitarbeiter vergrößert werden soll.