Kompetenz im Kleinmengenbereich

Die Katalogdistribution ist ein wesentlicher Bestandteil der heutigen Distributionslandschaft. Der Unterschied zur Franchise-Distribution ist ganz einfach: Die Katalogdistribution ist auf kleine Mengen des nicht planbaren Bedarfs spezialisiert.

Die Katalogdistribution ist ein wesentlicher Bestandteil der heutigen Distributionslandschaft. Der Unterschied zur Franchise-Distribution ist ganz einfach: Die Katalogdistribution ist auf kleine Mengen des nicht planbaren Bedarfs spezialisiert.

Was heißt das? Der typische Kunde des Katalogdistributors kann oftmals nur sehr kurzfristig festlegen, was er im nächsten Moment benötigt. Stellt er seinen Bedarf fest, erwartet er, dass sein Dienstleister die Ware sofort liefern kann. Programmvielfalt und Verfügbarkeit sind also die Eckpfeiler des Dienstleistungsangebotes.

Da der Kunde häufig durch interne Vorgaben dann auch noch an einen speziellen Hersteller gebunden ist, führen die Katalogdistributoren viele Bauteile unterschiedlicher Brands, mit identischen Funktionen. Gleiches gilt bei der Sortimentbreite und der Sortimentstiefe: Die Broadliner halten nicht nur die Highrunner vor, auch Zwischenwerte, Zubehör oder Exoten gehören wie selbstverständlich in ihr Portfolio. Diese Programmvielfalt ist ein Teil der besonderen Dienstleistungen der Katalogdistribution.Durch diese Serviceleistung verschafft die Katalogdistribution der Industrie mehr Flexibilität und mehr Effektivität bei der eigenen Bevorratung. Früher führten neben der Produktion sowohl die Servicetechniker wie auch die Entwickler umfangreiche Handläger. Dafür wurden erhebliche Kapazitäten gebunden und wenn es dann zum Ernstfall kam, war teilweise das notwendige Bauteil doch nicht vorrätig.

Mit einem Sortiment von zum Teil mehreren 100.000 Artikeln und einer Lagerverfügbarkeit von 98 bis 99 Prozent können die Katalogdistributoren die meisten Wünsche der Kunden im Moment des Bedarfes sofort befriedigen, so dass der Prozess beim Kunden ohne große Verzögerung weiterlaufen kann.

Dabei ist es für den eigenen Prozess des Broadliners grundsätzlich egal, ob es sich um ein Modul im Wert von 50 Euro, ob es sich um 100 SMD-Transistoren für 5 Euro oder ob es sich um eine Leuchtdiode für 10 Cent handelt, seine Organisation ist darauf ausgerichtet kleinste Mengen effektiv zu handhaben. Die optimierte Ausrichtung auf Kleinmengen bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass es in der Katalogdistribution nur Kleinstückzahlen gibt. Bei größeren Mengen kommt es halt vor, dass die Standard-Serviceleistungen nicht komplett übertragbar sind. So ist es z.B. nachvollziehbar, dass die 24-Stunden-Lieferung nicht für alle Losgrößen garantiert werden kann, da natürlich nicht unendlich große Ressourcen für alle gelisteten Produkte vorrätig sind. Der Vorteil für den Kunden ist aber, dass er sowohl seine Kleinmengen als auch größere Bedarfe bei dem selben Dienstleister platzieren und somit seine internen Prozesse vereinfachen kann. Zur Auswahl der Artikel stehen ihm dabei unterschiedliche Katalogformen zur Verfügung.

Auch im Zeitalter des Internets schätzen noch viele Kunden den herkömmlichen Papierkatalog. Zum einen steht dem Anwender aufgrund seines Arbeitsumfeldes nicht überall ein Internetzugang zur Verfügung, zum anderen wünschen die Kunden trotz elektronischer Anbindung oftmals zusätzlich noch das Papierwerk. Der Grund dafür ist aber nicht nur die Gewohnheit etwas in der Hand zu halten, gewisse Handhabungen wie z.B. Notizen oder Merker, lassen sich auf dem Papier immer noch bequemer realisieren als in einem Webshop. Dagegen stellen die elektronischen Medien Funktionen zur Verfügung, die kein Papierwerk jemals erreichen wird. Als Beispiel seien hier nur die kontinuierliche Aktualisierung oder die Suchmöglichkeiten aufgeführt. Das Optimum ist also das Zusammenspiel beider Medien.

Die Katalogdistributoren haben hier schon heute sehr gut funktionierende Systeme etabliert. Sie stellen in ihren Papierkatalogen ihre Sortimente mit den notwendigen Bestelldaten und den wichtigsten technischen Eigenschaften dar. In den dazugehörigen Webshops befinden sich dann weiterführende  technische Informationen, bis hin zu den Datenblättern der Hersteller sowie Verfügbarkeitsauskünfte oder aktuelle Informationen zu den Produkten. Aufgrund der mittlerweile sehr umfangreichen Produktspektren ist es den Katalogdistributoren heute auch kaum noch möglich alle ihre Artikel in den Papierausgaben aufzuführen. Daher beschränken sie sich in ihren Printwerken oftmals nur auf das Kernsortiment und bieten über den Webshop ein weiterführendes Programm an. Somit hat der Kunde ein gebräuchliches und mobiles Nachschlagwerk in der Hand und kann sich zusätzlich weiterführende Informationen via Webshop beschaffen. Dieses multimediale Zusammenspiel ist aber nicht nur auf den Webshop begrenzt sondern findet Anwendung in allen Formen des eBusiness.

eBusiness - ein wichtiger Faktor der Prozesskette

Die elektronischen Beschaffungsprozesse sind gerade für das Kleinmengensegment besonders sinnvoll, da bei den typischen Auftragswerten in der Katalogdistribution, der Bestellprozess und der Warenwert des Auftrages ähnliche Kosten generieren. Die Katalogdistribution ist auf alle gängigen Transaktionsformate vorbereitet und stellt den Kunden die Daten nach allen führenden Klassifikationen zur Verfügung. Auch individuelle Lösungen sind für die Broadliner kein Problem. Egal in wie weit ein Kunde bei seiner Beschaffungsoptimierung fortgeschritten ist, die in dem FBDi vertretenden Katalogdistributoren haben für jeden Status eine passende Lösung parat und sind in der Lage durch ihre Erfahrung bei der weiteren Prozessoptimierung zu unterstützen.