ZigBee- und EnOcean-Alliance kooperieren ZigBee 3.0 plus Energy Harvesting für IoT-Systeme

Mark Walters, ZigBee Alliance: »Energy Harvesting ist eine essentielle Voraussetzung, um IoT-Systeme realisieren zu können.«
Mark Walters, ZigBee Alliance: »Energy Harvesting ist eine essentielle Voraussetzung, um IoT-Systeme realisieren zu können.«

Die ZigBee Alliance und die EnOcean Alliance kooperieren ab sofort, um die Vorteile batterieloser EnOcean-Funksysteme mit ZigBee 3.0 zu kombinieren. Denn Energy Harvesting ist die Voraussetzung, ohne die sich eine Vielzahl von IoT-Systemen gar nicht erst realisieren lassen.

Über die Kooperation fließen die etablierten EnOcean Equipment Profile (EEPs) für Sub-GHz-Netzwerke mit dem vor Kurzem ratifizierten ZigBee-3.0-Standard in das weltweit genutzte 2,4 GHz-Frequenzband ein. Mit ZigBee 3.0 will die ZigBee Alliance endlich mit den verschiedenen ZigBee-Varianten aufräumen, die auf unterschiedliche Marktsektoren optimiert sind.

»Wir möchten einen einheitlichen IoT-Standard schaffen. Er wird die Entwicklung von Produkten vereinfachen und gleichzeitig die Fragmentierung des Markts reduzieren«, sagt Mark Walters, VP Strategic Development der ZigBee Alliance. Die EnOcean Alliance mit ins Boot geholt zu haben, betrachtet er als einen wichtigen Durchbruch: »Energy Harvesting ist eine essentielle Voraussetzung, um IoT-Systeme realisieren zu können.«
 
Dieser Überzeugung ist auch Graham Martin, Chairman der EnOcean Alliance: »Nur über die Einbindung von Energy Harvesting lassen sich interoperable, energieautarke IoT-Sensorsysteme schaffen.« Zudem will er über die Zusammenarbeit mit der ZigBee-Allianz einen für EnOcean neuen Markt ins Visier nimmt: »Bisher haben wir uns auf Frequenzen unter 1 GHz fokussiert. Mit ZigBee 3.0, das mit 2,4 GHz arbeitet, erschließen wir uns den weltweiten IoT-Markt.«

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