Damit die Milch nicht zur Neige geht Vom Sensor zum Internet der Dinge – dargestellt am Beispiel einer Füllstandsmessung

Abbildung 7: Finale Darstellung der Sensorintegration
Abbildung 7: Finale Darstellung der Sensorintegration

Die Anwendungs- und Nutzungsmöglichkeiten des Internets sind noch nicht annähernd ausgeschöpft. Künftig werden wir das Internet für Anwendungen nutzen, von denen wir heute noch gar nichts wissen oder auch nur ahnen. So ist es denkbar, ganz alltägliche Dinge und Objekte des privaten Lebens mit dem Internet zu verbinden und spezifische Informationen dazu dort abzulegen, um einen Zugriff auf bisher ungenutzte, vielfältige Informationen zu gewährleisten.

In diesem Kontext des Vernetzens von Objekten mit dem Internet steht die Vision vom Internet der Dinge. Dabei wird das Internet Teil der physischen Welt und umgekehrt. Alltägliche Dinge können so mit zusätzlichen Informationen versehen werden und untereinander interagieren.[1] Dennoch ist der Mensch weiterhin ein wichtiger Interaktionspartner im Internet der Dinge, der den Dingen letztendlich die notwendige, beziehungsweise sozial gewünschte Intelligenz verleiht. Die einzige Begrenzung ist daher nicht technisch bedingt, sie fußt vielmehr in der Vorstellungskraft und im Wertesystem der Menschen, Objekte oder Funktionen zu kombinieren. Dieser Sachverhalt wird von Pflaum und Hupp als technologische Lücke bewertet.[2]

Die Vision, dass sich das Internet in Zukunft in weitere Bereiche unseres Lebens ausdehnt, ist ein faszinierender Gedanke und wird seit längerem erforscht[3]. Dessen Realisierung fußt zum Einen auf die Anbringung von einfachen RFID-Transpondern, zum Anderen auf der Integration von elektronischen Bauteilen in ganz alltägliche Gegenstände wie Konsumgüter oder Transportbehälter, also Alltagsgegenstände, die um digitale Logik erweitert werden. Diese ermöglicht somit eine Vernetzung mit anderen Gegenständen oder Diensten des Internets.[4] Der Computer verschwindet dabei als eigenständiges Gerät und geht wie angesprochen in den Objekten der physischen Welt auf.[5] Im Internet der Dinge gelten eingebettete Systeme und entsprechende Sensoren als Schlüsseltechnologien für diese intelligente logistische Umwelt der Zukunft.[6] Objekte werden durch Sensoren in die Lage gebracht, Informationen aus ihrer Umwelt bzw. Umgebung aufzunehmen. Mit Hilfe von Intelligenz können diese Objekte diese Informationen weiterverarbeiten und durch Aktoren selbst wiederum Einfluss auf die Umwelt nehmen.

[1] Vgl. (Bullinger & Hompel, 2007)

[2] Vgl. (Pflaum & Hupp, 2007, S. 107)

[3] Vgl. (Uckelmann, Harrison & Michahelles, 2011)

[4] Vgl. (Bullinger & Hompel, 2007)

[5] Vgl. (Schneider & Arslan, 2007, S. 1)

[6] Vgl. (Pflaum & Hupp, 2007, S. 111)