VDSL-Angriff: Vodafone gegen Telekom

Vodafone will mit einem umfangreichen Investitionsprogramm in die nächste Technologiegeneration für Hochgeschwindigkeits-Breitband-Internet einsteigen und ein eigenes Glasfasernetz in Deutschland aufbauen.

In Heilbronn will Vodafone in einem Pilotprojekt erstmals ein eigenes VDSL-Netz bauen und betreiben. Der Bau erfolgt zwar in Kooperation mit der Deutschen Telekom, eine Fortsetzung oder Ausweitung auf andere Städte bleibt zunächst jedoch aus.

Grund ist die bislang fehlende aber notwendige Einigung mit der Deutschen Telekom über die flächendeckende Nutzung von Leerrohren, Zuleitungen für Glasfaserkabel und Zugang zu Verteilerkästen.

Der VDSL-Ausbau verkürzt die letzte Meile - das Leitungsstück zwischen Hausanschluss und Vermittlungsstelle - auf wenige hundert Meter.

Vodafone betonte im Hinblick auf das Heilbronner Projekt, das Zugangsmonopol der Deutschen Telekom müsse fallen. Ziel des Pilotprojektes ist es, Lösungen für einen ressourcenschonenden Aufbau der VDSL-Technologie zu realisieren und Erfahrungen beim Ausbau in einer Stadt zu sammeln.

In Heilbronn errichtet Vodafone dazu sogenannte Multifunktionsgehäuse (MFG). Sowohl Vodafone als auch die Deutsche Telekom installieren darin ihre Vermittlungstechnik. Die MFG werden per Glasfaser an die jeweiligen Transportnetze angebunden. Ein weiteres VDSL-Pilotprojekt realisiert das Unternehmen zusammen mit der Telekom in Würzburg.