UMTS im Laptop – Störstrahlung vermeiden

Laptops enthalten Elektronik-Komponenten, deren Betrieb mit Störaussendungen einhergeht. Diese Störstrahlung der Computer-Elektronik kann den hochempfindlichen Empfänger einer Datenkarte massiv stören. Als...

Laptops enthalten Elektronik-Komponenten, deren Betrieb mit Störaussendungen einhergeht. Diese Störstrahlung der Computer-Elektronik kann den hochempfindlichen Empfänger einer Datenkarte massiv stören. Als Ausweg bietet sich eine externe Antenne an, die einen hinreichend großen Abstand zum Störsender aufweist.

WLAN-Module gehören heute zur Standardausrüstung in nahezu jedem Laptop. Inzwischen finden sich teilweise auch WWAN-Module und Datenkarten im Angebot. WWAN steht dabei international für „Wireless Wide Area Network“ und beschreibt im Gegensatz zum „Wireless Local Area Network“ (WLAN) die bekannten Mobilfunk-Netzwerke, die in Deutschland z.B. von T-Mobile, Vodafone, O2 und E-Plus betrieben werden.

Um auch unterwegs bei einem Geschäftskunden im Ausland, in einem Gästezimmer ohne LAN-Anschluss oder im Urlaub einen Zugang zum Internet zu gewährleisten, gibt es Datenkarten für die PCMCIA-, CardBusoder auch USB-Schnittstelle. Der Unterschied zu anderen PCMCIA-Karten besteht darin, dass man für eine solche WWAN-Karte eine SIM-Karte wie beim Mobiltelefon benötigt und dass eine Antenne erforderlich ist. Diese ragt üblicherweise aus dem Schacht hervor oder kann bei einigen Karten zum Gebrauch ausgefahren oder hochgeklappt werden.

Wie in Bild 2 skizziert, ist der einzige Ausweg für den Anwender, der die Störstrahlung seines Laptops weder kennt noch beeinflussen kann, Abstand zu schaffen. Die Lösung ist daher eine Mehrbandantenne (Bild 4), die mit dem technisch erforderlichen Abstand neben dem Laptop auf einem Tisch positioniert werden kann. Die meisten bisher auf dem Markt erhältlichen externen Antennen werden am Bildschirmrand des Laptops befestigt, was insofern leicht paradox erscheint, da der Bildschirm häufig selbst eine der Hauptquellen der angesprochenen Störstrahlung ist.

Die Hexaband-Antenne von Lumberg unterstützt folgende sechs Frequenzbänder: das amerikanische Cell-Band um 850 MHz (auch für GSM 850 und UMTS-Band 8), das europäische Band um 900 MHz (GSM 900, in Deutschland z.B. Vodafone und T-Mobile), das GSM-Band um 1800 MHz (z.B. E-Plus und O2), das GSM-Band um 1900 MHz (PCS- oder GSM-1900-Band in den USA), das UMTS-Band I (Uplink bei 1,9 GHz und Downlink bei 2,1 GHz für Europa und Japan) sowie das ISM-Band bei 2,4 GHz, das für Datenkarten, die WLAN unterstützen, genutzt wird. Diese in Bild 5 in Form des Reflexionsfaktors gezeigte gute Multibandfähigkeit wird mit einer neuartigen Antennenstruktur erzielt, die von Lumberg zum Patent angemeldet wurde. Neben der erwähnten 6-Band-Version ist auch eine 5-Band-Antenne mit dieser Struktur realisierbar. fr