Trend zur Heimvernetzung fördern

Um den Trend zur Heimvernetzung zu fördern, sollten branchenübergreifende Standards eingeführt werden. Zu diesem Ergebnis kommen mehrere Studien, die der Branchenverband BITKOM mit der Arbeitsgruppe »Service- und verbraucherfreundliche IT« im Rahmen des IT-Gipfels veröffentlicht hat.

»Heimvernetzung hat ein enormes Potenzial, das in Deutschland allerdings bislang weitgehend brach liegt. Entscheidend für die Marktentwicklung sind übergreifende Standards und flächendeckende Breitband-Zugänge ins Internet«, sagt BITKOM-Vizepräsident Achim Berg. Dann wird die Heimvernetzung nicht nur den privaten Komfort erhöhen, sondern auch Anwendungen wie Telemedizin und Energieeinsparungen durch intelligente Gebäude erleichtern. In den USA werden in der Heimvernetzung bereits rund 8 Milliarden Dollar pro Jahr investiert. Berg: »Auch in Deutschland hat die Heimvernetzung das Zeug zum Milliardenmarkt.«
 
In drei Studien haben die TU Berlin, das Offis Institut für Informatik Oldenburg und die Ludwig-Maximilians-Universität München die unterschiedlichen Aspekte der Heimvernetzung untersucht. Im Mittelpunkt stehen der Nutzen für Verbraucher und Gesellschaft, verfügbare Technologien sowie Treiber und Barrieren der Heimvernetzung. Dabei wurde deutlich, dass eine spezielle Weiterbildung und verbrauchergerechte Beratung insbesondere im Handel und Handwerk dringend notwendig ist.
 
Nach einer repräsentativen Haushaltsbefragung im Auftrag des BITKOM schauen sich 28 Prozent der Deutschen ab zehn Jahre Digitalfotos auf dem Fernseher an. Weitere 34 Prozent interessieren sich dafür. 30 Prozent möchten gerne über den Fernseher digitalisierte Musik hören, 6 Prozent tun dies bereits.