Stromsparende WiMAX-Transceiver

Analog Devices hat die HF/Digital-Basisband-Transceiver AD9354 und AD9355 für den WiMAX-Standard IEEE 802.16d/e ausgelegt.

Beide Transceiver eigenen sich für den Einsatz in Kommunikations-Endgeräten wie Mobiltelefone, PDAs und Multimedia-Geräten für den Handheld-Betrieb. Sie bauen auf den 2006 vorgestellten WiMAX-Transceivern AD9352 und AD9353 von Analog Devices auf, verbrauchen weniger Strom als vergleichbare Chips und befinden sich in einem 20 Prozent kleineren Gehäuse. Außerdem enthalten die neuen ICs einen zusätzlichen Empfangspfad zur Unterstützung von MIMO (Multiple-Input Multiple-Output).

Aufgrund des geringen Stromverbrauchs und des Platz sparenden Gehäuses können Gerätehersteller mit den Bauteilen WiMAX-Funktionen in Mobiltelefone, Thumb Drives oder PCMCIA-Karten einbinden. Weil beide ICs ADCs, DACs und Echtzeit-Steuerungs- und Kalibrationsschleifen enthalten, lassen sich alle Analog- und HF-Funktionen in Basisband-Prozessoren einsparen. Die Kommunikations- und Applikationsprozessoren verfügen über separate Digital- und Analogblöcke und lassen sich somit in wirtschaftlichen CMOS-Prozesstechnologien herstellen. Das vereinfacht die Systementwicklung, spart Platz und senkt den Stromverbrauch.

Die Transceiver AD9354 und AD9355 enthalten zwei Direct-Conversion-Empfänger mit Unterstützung für MIMO-Technologie. Die Direct-Conversion-Transmitter-Architektur erzielt eine Error Vector Magnitude (EVM) und maximiert somit den Netzwerkdurchsatz. Beide Transceiver kommunizieren mit dem Basisband-ASIC oder FPGA eines WiMAX-Endgerätes und nutzen dabei die digitale Industriestandard-Schnittstelle JESD207. Der Datenbus benötigt 13 Pins und ist vergleichbar mit Wettbewerbsprodukten, die Analog-Schnittstellen enthalten.

Die Transceiver arbeiten in den Frequenzbereichen 2,3 bis 2,7 GHz und 3,3 bis 3,7 GHz und unterstützen Kanalbandbreiten von 3,5, 4,75, 5, 7, 8,75 und 10 MHz. Die Bauteile weisen einen Rauschwert von 3,25 dB sowie die nach Aussage des Herstellers beste Linearität in ihrer Klasse auf. Die intelligent partitionierte Architektur ermöglicht die unabhängige, automatische Verstärkungseinstellung (AGC), die Steuerung der Übertragungsleistung (TPC) und Kalibrationsroutinen, die die HF-Treiberentwicklung vereinfachen. Darüber hinaus gestattet die hochgenaue Closed-Loop-Leistungssteuerung eine werkseitige Kalibration der Übertragungsleistung über nur einen Punkt (1-Point-Factory-Calibration). Bei anderen Transceivern sind acht bis zehn Kalibrationspunkte notwendig. Das verursacht höhere Testkosten und verlängert die Entwicklungszeit.