Staccato erhält Funkzulassung

Staccato Communications gibt bekannt, dass seine »Ripcord«-Produktfamilie von ICs für Ultra-Wide Band (UWB) sowohl eine Zulassung der US-amerikanischen Regulierungsbehörde FCC als auch der japanischen Regulierungsinstanz TELEC erhalten hat.

Ripcord 3500 ist somit nach Angaben von Staccato die erste Chipfamilie, mit der Entwickler sehr rasch eine zugelassene UWB-Lösung fertigstellen können. Der CMOS-Baustein ist in 110-nm-Strukturen aufgebaut und als komplettes System-in-Package (SiP) oder Wafer Chip-Scale Package (WCSP) erhältlich.

On-Chip befinden sich UWB-Transceiver, Digital Baseband, Media Access Controller (MAC), Speicher, 32-Bit-RISC-Prozessor, Encryption Engine und diverse I/O-Ports einschließlich USB 2.0 Host, USB 2.0 Device und SDIO 1.1 Device.

»Vor allem die Zertifizierung in Japan bedeutet für uns einen wichtigen Schritt nach vorne, denn die japanischen Vorschriften sind weitaus strenger als die der FCC« erläutert Staccatos CTO Roberto Aiello. »Nachdem diese Hürde genommen ist, können wir uns auf die Zertifizierungsbemühungen für die WiMedia Platform und Certified Wireless USB konzentrieren.«

UWB ermöglicht breitbandige drahtlose Kurzstreckenkommunikation (Reichweite bis etwa 10 m) und nutzt hierzu das Funkspektrum von ca. 2 bis 7 GHz. UWB sendet aber in den einzelnen Bändern so schwach, dass eine Störung anderer Funkteilnehmer praktisch ausgeschlossen ist. Soweit Störungen möglich scheinen (z.B.  Interferenz mit Satellitenfunk) schreiben die Regulierungsbehörden ein Absenken des Sendepegels für derartige empfindliche Funkbänder vor.

In Europa ist Staccatos Technik noch nicht zugelassen. Das liegt aber nicht an Staccato, sondern daran, dass die Regulierungsvorschriften noch nicht verabschiedet sind. Die EU hat seine Mitgliedstaaten Anfang 2007 aufgefordert, noch vor Jahresende die Rahmenbedingungen für die Zulassung von UWB zu schaffen.