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Studie: UMTS-Strahlung erhöht Gesundheitsrisiko

Die Strahlung der 3G-Technologie ist fast zehnmal wirksamer als bei GSM und erhöht deshalb möglicherweise die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken.

Das geht aus Forschungsergebnissen von Professor Franz Adlkofer, Geschäftsführer und Mitglied des Rats der Stiftung für Verhalten und Umwelt, VERUM, mit Sitz in München, hervor. Adlkofer untersuchte den Einfluss der Mobilfunkstrahlung auf Kulturen menschlicher Zellen. Der dabei erfolgte Nachweis von DNA-Strangbrüchen lasse an der gentoxischen Wirkung von UMTS-Signalen keinen Zweifel mehr zu. Problematisch bei der Risikobeurteilung ist nach Angaben des Wissenschaftlers vor allem die lange Latenzzeit bei der Krebsentstehung. Bis zu zwanzig und mehr Jahre könne diese betragen, hieß es. Durch die Langzeitfolgen seien deshalb vor allem Kinder mit ihrer hohen Lebenserwartung gefährdet.

Derzeit lägen praktisch noch keine Daten vor, die ein erhöhtes Krebsrisiko in Verbindung mit dem Mobilfunk belegen. Nach Angaben Adlkofers verhindere möglicherweise die lange Latenzzeit, dass der leichte Anstieg der Gehirntumore nach zehnjähriger Nutzung des Mobiltelefons bisher keine statistische Signifikanz erreicht habe. Die Verbreitung von Mobiltelefonen war Mitte der 90er Jahre noch zu gering, um heute konkrete Ergebnisse erwarten zu dürfen.

»Wenn man die bis heute vorliegenden Forschungsergebnisse zur Frage biologischer Wirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder und ihrer möglichen Folgen insgesamt überdenkt, spricht Einiges dafür, dass die Mobilfunkstrahlung ein Risiko für die Gesundheit des Menschen darstellt, selbst wenn der letzte Beweis dafür noch aussteht«, so Adlkofer. Ein Gesundheitsrisiko auf der Grundlage des heutigen Wissenstandes auszuschließen, sei ein »extrem fahrlässiges Unterfangen«, für das keine Instanz in unserem Land die Verantwortung übernehmen könne, so der Wissenschaftler.

Mehrere Untersuchungen, darunter die neuere europäische Interphon-Studie, weisen den Angaben zufolge darauf hin, dass das Tumor-Risiko nach einer Nutzungsdauer des Mobiltelefons von zehn und mehr Jahren erhöht sein könnte. Es sei das Gebot der Stunde, die vorhandenen Forschungen weiter zu vertiefen, hieß es. »Auf keinen Fall ist gegenwärtig auszuschließen, dass mit der zunehmenden technischen Nutzung elektromagnetischer Felder auf unsere Gesellschaft ein Gesundheitsproblem großen Ausmaßes zukommen könnte«, sagte Adlkofer.