Siemens Unternehmenskommunikation geht an Finanzinvestor

Siemens und The Gores Group werden künftig die Siemens Enterprise Communications (SEN) als Joint Venture betreiben. Gores erwirbt 51 Prozent der Anteile an SEN und übernimmt die operative Steuerung des Geschäfts.

Gores und Siemens beabsichtigen, zusätzlich den geplanten Aufwendungen für F&E und das laufende Geschäft rund 350 Mio. Euro zu investieren. Davon wird Siemens rund die Hälfte übernehmen. Siemens-Finanzvorstand Joe Kaeser dazu: »Wie im Februar angekündigt, übergeben wir das Geschäft mit einer soliden Finanzausstattung.« Von der Gores Group werden der Netzausrüster Enterasys Networks und das Software-Haus SER Solutions in das Joint Venture eingebracht.

Das Gemeinschaftsunternehmen kann die Siemens-Marke weiter nutzen und erhält Schlüssel-Patente und -Lizenzen überschrieben. Die Fertigungsstätten in Leipzig und Curitiba, Brasilien, sowie Thessaloniki, Griechenland bleiben ebenfalls beim Joint Venture. Die Produktion in Leipzig ist vertraglich bis 2011 sichergestellt. SEN wird bevorzugter Lieferant von Siemens bleiben und das Vertriebsnetz von Siemens ONE nutzen können. Neue SEN-Produkte wie der »Open Scape UC Server« werden Bestandteil des Produktportfolios bleiben. Support und Upgrades für SEN-Produkte wie HiPath 3000 und HiPath 4000 sollen langfristig sichergestellt werden.

Die 1987 gegründete Gores Group hat besondere Erfahrung mit Übernahmen in den Feldern »Technologie«, Telekommunikation, bei Unternehmensdienstleistungen sowie Gewerbegebieten.

Zum Gores-Team gehören Spezialisten für Vertrieb und Marketing, Buchhaltung und Steuerrecht, Grundstücksverwaltung, Finanzierung, Personalwirtschaft, IT sowie Recht. Mit dem Team bietet Gores Management-Dienstleistungen von der »ad hoc«-Management-Beratung bis zur Fokussierung der Geschäftstätigkeit auf die Wertsteigerung des Unternehmens.