Serienproduktion des 100-Dollar-Laptops angelaufen

Der von der gemeinnützigen Organisation OLPC (One Laptop Per Child) entwickelte »XO Laptop« soll Kindern aus Entwicklungsländern den Zugang zur digitalen Welt ermöglichen.

Der XO, der schon im Oktober an Millionen Kinder ausgeliefert werden könnte, entstand aus der Zusammenarbeit zahlreicher Unternehmen, darunter AMD, BT, eBay, Google und Intel. Mit dem Anlauf der Serienproduktion startet nun ein einmaliges Projekt, um Kinder in Entwicklungs- und Schwellenländern mit Computern für den Unterricht auszustatten. Das erklärte Ziel des Projekts ist diesen Kindern den Zugang zu Wissen zu ermöglichen und ihnen dadurch langfristig einen Ausweg aus der Armut zu bieten.

Die Bauweise des XO ist an die Umgebungsverhältnisse angepasst, in denen die Kinder den Computer einsetzen werden: Er hat ein robustes Gehäuse, ist unempfindlich gegenüber Schmutz und Nässe und kann sogar mit einer Handkurbel mit Strom versorgt werden. Das Display ist eine Kombination aus hinterleuchtetem Farbdisplay und reflektivem schwarz-weiß-Modus und ist auch bei direkter Sonneneinstrahlung lesbar.

Ein 1-GByte-Flash-Speicher ersetzt die Festplatte und macht den Laptop unempfindlich gegenüber Erschütterungen. Integrierte Wi-Fi-Antennen sollen ein Peer-to-Peer-Netzwerk zwischen den Schülern ermöglichen und die Internet-Infrastruktur ersetzen, die in vielen Entwicklungsländern fehlt.

Laut OLPC liegen schon Bestellungen zahlreicher Länder vor, darunter Brasilien, Nigeria, Libyen, Pakistan und Thailand.