Smartwatches Samsungs Smartwatch »Galaxy Gear« kommt schon im September

Auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin könnte Samsung bereits seine Smartwatch dabei haben. Mehrere Medien nannten den 4. September als voraussichtlichen Präsentationstermin. Auch erste technische Details der Computer-Uhr wurden bereits bekannt.

Der südkoreanische Konzern scheint das Rennen der großen Elektronikunternehmen um die erste Smartwatch für sich zu entscheiden. Denn im Gegensatz zu Microsoft, Google oder Apples vermeintlicher »iWatch« wird Samsung seine »Galaxy Gear« bereits vor Beginn der IFA auf Events in Berlin und New York zeigen. Bloomberg beruft sich auf Insider-Quellen und verkündet, dass auch die Markteinführung noch für dieses Jahr geplant sei. Man hat den Hype um Produkte wie Pebble oder Meta (zum Marktüberblick existierender Smartwatches) wohl erkannt und will den anderen großen Herstellern nun zuvorkommen.

Mit der Uhr soll man im Internet surfen, E-Mails abrufen und auch Telefonate führen können. Die dafür nötige Rechenleistung stellt das Smartphone oder Tablet bereit, welches über Bluetooth 4.0 verbunden werden muss. Eine nahtlose Integration von Handy und Smartwatch soll es zum Beispiel ermöglichen, Anwendungen von der Uhr direkt im Handy weiterzuführen und umgekehrt. Facebook und Twitter sollen bereits ab Werk verfügbar sein.

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Smartwatches: Diese Uhren bringen das Bond-Feeling

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»Galaxy Gear« soll kein eigenständiges Telefon, sondern eher eine sinnvolle Ergänzung zu den Galaxy-Smartphones sein, heißt es im Fachmagazin The Verge. Klassische Touch- und Wischgesten dienen zur Bedienung der Uhr, während die Eingabe von Texten aufgrund des kleinen Bildschirms wohl nicht möglich sein wird. Die Smartwtach hat die Modellbezeichnung »SM-V700« und läuft sehr wahrscheinlich mit dem Google-Betriebssystem Android. Allerdings sollen die Apps dafür nicht aus dem Google Play Store, sondern aus Samsungs eigenem App Store kommen. Womöglich ein Indiz dafür, dass die »Gear« nur mit Samsung Galaxy-Mobilgeräten kompatibel ist?

Erste Spezifikationen der cleveren Uhr sind bereits durchgesickert. Wie das Blog GigaOM berichtet, wird sie von einem Exynos-4212 Dual-Core-Prozessor mit 1,5 GHz angetrieben, dem 1GB Arbeitsspeicher zur Seite steht. Der Grafikprozessor ist demnach ein ARM Mali-400 MP4. Die Gear enthält außerdem einen Lautsprecher und einen NFC-Chip, welcher die Uhr für mobile Zahlsysteme prädestinieren würde. Dem Fachpotal Meedia zufolge soll es einen internen Speicher von 256 MB und eine 2-Megapixel-Kamera im Armband geben. Ein Beschleunigungssensor soll dafür sorgen, dass die Uhr sich einschaltet, wenn man den Arm zum Gesicht führt. Das könnte den Akku entlasten. Etwas enttäuschend wirken allerdings die Daten des Diplays. Der kleine OLED-Bildschirm löst angeblich nur etwa 320x320 Pixel auf und wird entgegen erster Gerüchte auch nicht flexibel sein. Die Größenschätzungen schwanken zwischen 1,7 und 2,5 Zoll. Wie die Uhr aussehen könnte, zeigen Skizzen einer koreanischen Website und erste Konzeptvideos (s.u.).

Bei den Smartphone-Marktanteilen ist Samsung bereits an Apple vorbeigezogen. Wenn man nun als Erster großer Hersteller eine leistungsfähige Smartwatch anbietet, könnte das weitere Kunden an das eigene Ökosystem binden – und mittelfristig auch den Absatz anderer Samsung-Produkte befeuern.