Restrukturierungsziele bei Nokia Siemens bestätigt

Die aus der Zusammenführung der Unternehmensbereiche „Netzausrüstung“ von Nokia und Siemens 2007 entstandene Nokia Siemens Networks wird in den nächsten vier Jahren die Anzahl seiner Mitarbeiter von derzeit 60 000 um 10 bis 15 Prozent reduzieren.

NSN-CEO Simon Beresford-Wylie bestätigte nun diesen bereits im letzten Jahr angekündigten Schnitt und hielt auch daran fest, die damals festgelegten jährlichen Einsparungen durch „Synergien“ in Höhe von 1,5 Mrd. Euro realisieren zu wollen: „Ich weiß, dass die heute angekündigten geplanten Schritte für einige schwierig sein werden, aber es steht in unserer Verantwortung, ein erfolgreiches Unternehmen zu formen, das für unsere Angestellten künftig gute Entwicklungsmöglichkeiten schafft, den Aktionären eine adäquate Rendite erwirtschaftet und den Kunden Produkte, Dienste und Lösungen zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten kann.“

Beresfort-Wylie wies im Zusammenhang mit der Personalentwicklung darauf hin, dass NSN ein weltweit operierendes Unternehmen ist, in dem mehr als 60 Prozent der NSN-Mitarbeiter außerhalb von Finnland und Deutschland tätig sind.

Im Rahmen der geplanten Anpassungen wird NSN die Zahl der Beschäftigten in Finnland zunächst um 700 reduzieren, bis 2010 sollen hier insgesamt zwischen 1500 und 1700 Arbeitsplätze wegfallen. In Deutschland sollen von den heute bestehenden 13 000 Arbeitsplätzen bis 2010 zwischen 2800 und 2900 wegfallen; die Gespräche hierüber werden demnächst beginnen.

Schließlich will das Management noch untersuchen, ob durch den Transfer von Mitarbeitern zu den NSN-Geschäftspartnern weitere „Anpassungen“ vorgenommen werden können. Da sich der Restrukturierungsprozess über mehrere Jahre erstreckt, wird erwartet, dass ein Teil des Arbeitsplatzabbaus durch die normale Fluktuation vonstatten geht.