Nokia und Sony-Ericsson: Wo ist der Aufschwung?

Es herrscht immer noch finanzielle Krisenstimmung bei den Handy-Herstellern. Dennoch: Bei Nokia zeichnet sich ein Silberstreif am Horizont ab, den Sony-Ericsson noch sucht.

Nokia als der weltweit größter Handy-Hersteller hat von April bis Juni 2009, also im 2. Quartal dieses Jahres, einen Umsatzrückgang akzeptieren müssen. Der Umsatz fiel auf 14,01 Mrd. US-Dollar im Vergleich zu 18,59 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Erwartet waren 14,29 Mrd. Dollar.

Der Netto-Gewinn des Unternehmens belief sich auf 535 Mio. Dollar, im vergleichbaren Vorjahresquartal waren es immerhin noch 1,55 Mrd. Dollar.

Im genannten 2. Quartal 2009 verkaufte Nokia 103 Mio. Handys, das waren 15 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum, aber immerhin 11 Prozent mehr als im vorangegangenen ersten Quartal 2009, in dem nur 93 Mio. Geräte über die Ladentische gingen.

Interessant auch der durchschnittliche Handy-Verkaufspreis im zweiten Quartal 2009, der bei 87,68 Dollar lag. Im ersten Quartal 2009 lag dieser Preis immerhin noch bei 91,92 Dollar. Für den Rest des Jahres rechnet der Konzern mit einem stabilen Marktanteil bei Mobiltelefonen; erwartet worden war ein steigender Marktanteil.

Mitbewerber Sony-Ericsson geht es durchaus schlechter: Der Umsatz ging im zweiten Quartal 2009 um 40 Prozent auf 2,38 Mrd. US-Dollar im Vergleich zum zweiten Vorjahresquartal 2008 zurück, da wurden noch 3,98 Mrd. Dollar erwirtschaftet. Letztlich bedeutet dies einen Rückgang nun im vierten Quartal in Folge.

Von April bis Juni 2009 verkaufte Ericsson 13,8 Mio. Handys, was 43 Prozent Minus gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal bedeutet, als noch 24 Mio. Stück über die Ladentische gingen und was auch ein Minus gegenüber dem ersten Quartal 2009 bedeutet, in welchem immerhin noch 14,5 Mio. Geräte verkauft wurden.

Nun liegt der Marktanteil bei 5 Prozent, verglichen mit 6 Prozent in den ersten drei Monaten des Jahres 2009. Das wird sich auch nach Aussagen des Finanzchefs, Ulf Lilja, im nächsten Quartal nicht ändern.

Einziger Lichtblick für Ericsson: Der durchschnittliche Verkaufspreis der Geräte stieg auf 172 Dollar im zweiten Quartal 2009, verglichen mit 164 Dollar im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das zeigt aber auch ein Manko in der Strategie des Unternehmens: Man sollte mehr auf die günstigen Handys setzen, nicht auf die teuren Geräte, die nur beschränkt abzusetzen sind.