Neuer DAC von Analog Devices: SDR ist nun zum Greifen nah

Analog Devices präsentiert mit den ICs AD9789 und AD9739 zwei neue 14-Bit-D/A-Wandler (DAC), die eine direkte digitale Synthese (DDS) analoger Signale bis 3,6 GHz ermöglichen.

»Mit diesen Wandlern kommt die Funkbranche dem Ziel des Software Defined Radio einen großen Schritt näher« sagt Kai-Uwe Killiches, Technical Business Manager bei ADI. Die Wandler sind laut ADI die ersten ihrer Art und bieten eine einzigartige Kombination aus nutzbarer Bandbreite und effektivem Dynamikbereich. Beide sind in einer Super-Nyquist-Architektur aufgebaut, die ADI als »Mix-Mode« bezeichnet.

Den Mix Mode führte ADI vor zwei Jahren mit der Vorstellung der TxDAC-Produktserien AD974x und AD978x ein. Die neuen Bausteine sind mit einer Abtastrate von 2,4 bzw. 2,5 GSPS weitaus leistungsfähiger und ermöglichen das Abgreifen eines HF-Signals nicht nur in der ersten, sondern auch in der zweiten oder gar dritten Nyquist-Zone. Das gestattet Entwicklern von Breitband- und Wireless-Systemen der nächsten Generation die Nutzung einer einzigen Transmit-DAC-Architektur für mehrere Kommunikationsstandards. Externer Mischer sowie Tiefpassfilter entfallen dabei.

Das 2,5-GHz-Modell AD9789 enthält einen QAM-Encoder, einen Interpolator sowie einen digitalen Aufwärtswandler. Er bietet die nach ADI-Angaben industrieweit größte nutzbare Eingangsbandbreite und eignet sich für zahlreiche Anwendungen wie drahtlose Kommunikationsausrüstungen, Messgeräte und Verteidigungselektronik (vor allem Radar). Beide Bauteile bieten im Basisband-Mode Multi-Carrier-Fähigkeiten bis zur Nyquist-Frequenz und nutzen die Mischer-Funktion zur Erzeugung von HF-Signalen in der zweiten und dritten Nyquist-Zone.

»Ganz gleich, ob es sich dabei um die neuesten Geräte für Kabel-Infrastrukturen handelt oder um fortschrittliche Digitalfunk-Entwicklungen der Zukunft, repräsentiert die leistungsfähige Datenwandlung den Schlüssel, um die Vorteile einer echten Direkt-zu-HF-Übertragungs-Architektur freizusetzen,« sagt Killiches.