Mobile World Congress 2008: Trend geht zu Multimedia

Einer der großen Trends auf dem diesjährigen Mobile World Congress in Barcelona war das mobile Internet. Jeder Handy-Hersteller hat mehr oder weniger gelungene Mobiltelefone im Angebot. Die Halbleiterhersteller indessen sind schon einen Schritt weiter: Multimedia lautet dabei das Schlagwort.

Welche Bedeutung der Mobile World Congress in Barcelona mittlerweile erreicht hat, zeigte sich am ersten Messetag an der langen Schlange bei der Besucherregistrierung. Bis in den späten Nachmittag hinein war kaum ein Nachlassen des Andrangs zu bemerken. Dies ist zum Teil aber auch der etwas aufwändigen Registrierungsprozedur geschuldet. Beispielsweise möchte der Veranstalter unter anderem erfahren, welche Diätwünsche der Besucher hat. Die Restaurantbetreiber auf dem Veranstaltungsgelände mögen es ihm danken, der Besucher ist leicht verwundert.

Auf den Messeständen wird man für die anfänglichen Unbillen entschädigt. Bei den Mobiltelefonen wird eines deutlich: Das iPhone hat seine Spuren hinterlassen. Kaum ein Hersteller, der nicht berührungssensitive Bildschirme einsetzt und eine iPhone-ähnliche Bediensoftware. Speziell bei den Smartphones ist dieser Trend zu beobachten. Einher geht diese Entwicklung mit dem Trend zum mobilen Internet. Lange Zeit verweigerte sich der Konsument diesem Angebot, doch verbesserte Displays und eine einfachere Bedienung scheinen dem mobilen Internet nun zum Durchbruch zu verhelfen. Zumal auch das Angebot für das mobile Internet immer größer zu werden verspricht. Googles Android-Betriebssystem verspricht hier einiges für die Zukunft.

Deutlich wurde auf dem Mobile World Congress auch, wie es in Zukunft weitergeht. Als nächstes werden GPS-Funktionalitäten an Bedeutung gewinnen. Nicht so sehr, um sich damit besser seinen Weg von Punkt A zu Punkt B zu finden, sondern als Plattform für neuartige Location-based-Services. Einer der Pioniere, der diese Entwicklung vehement vorantreibt, ist der GPS-Chip-Spezialist Sirf. Das Unternehmen bietet eine Plattform an, auf deren Basis sich vielfältige Dienste realisieren lassen.

Ein weiteres Zukunftsthema lässt sich mit dem altbekannten Schlagwort Multimedia umschreiben. Halbleiterhersteller wie Texas Instruments haben auf dem Mobile World Congress Musterdesigns vorgestellt, die zeigen, dass es nicht mehr lange dauern wird. Die Komprimierung und Dekomprimierung von High-Definition-Videosignalen ist bereits heute kein Problem mehr. Selbst Videoaufnahmen in HD-Qualität sind in Zukunft keine Utopie mehr: TIs neue OMAP3-Plattform macht es möglich. Wem für die Wiedergabe das Display zu klein ist, der sollte zukünftig auf Smartphones mit integriertem DLP-Projektor-Chip zurückgreifen. Damit lassen sich Videos und Bilder in guter Qualität und Computerbildschirmgröße an jede weiße Wand projezieren.

Detailierte technische Produktvorstellungen vom Mobile World Congress werden wir im Laufe der nächsten Tage vorstellen.

Einen Eindruck vom Mobile World Congress vermittelt die folgende Bilderstrecke