Mobile Datendienste als Krisen-Gewinner

Gerade aufgrund der schwierigen Zeiten in vielen Branchen boomt der Markt der mobilen Datendienste: Statt teurer Reisen und Meetings bevorzugen viele Manager den elektronischen Informationsaustausch.

Aber nicht nur der elektronische Informationsaustausch ist es, der das Marktsegment der mobilen Datendienste in diesem und im nächsten Jahr in Europa um rund 10 Prozent wachsen lassen wird, wie das Marktforschungsinstitut EITO ermittelt hat, sondern auch der überall und zeitunabhängig verfügbare Zugang zu Fachwissen.

Die Bürger und Unternehmen geben demnach in diesem Jahr EU-weit 32,6 Milliarden und im kommenden Jahr 36,0 Milliarden Euro für mobile Datendienste aus. Großbritannien hat 2009 mit 5,6 Milliarden Euro voraussichtlich das größte Marktvolumen.

Auf Platz zwei liegt Deutschland mit 5,2 Milliarden Euro, gefolgt von Italien mit ebenfalls knapp 5,2 Milliarden und Frankreich mit 4,0 Milliarden Euro. Spanien als fünftgrößter Markt kommt auf 3,2 Milliarden Euro. Die höchsten Zuwachsraten haben mobile Datendienste in Italien (2009: 12,4 Prozent Plus).

Und wie der Branchenverband Bitkom errechnet hat, sind in Deutschland die Umsätze mit mobilen Internetzugängen und mobiler E-Mail inzwischen höher als die Erlöse aus SMS- und MMS-Versand.

Besonderen Auftrieb erhält der Markt für mobile Datendienste schließlich durch immer günstigere Notebooks und Netbooks.