Mehrheit gegen Telefonieren im Flugzeug

60 Prozent der Deutschen wollen über den Wolken nicht mobil telefonieren und wünschen sich gleiches auch von den anderen Passagieren – selbst wenn es technisch unbedenklich ist.

Das hat eine Umfrage des Bundesverbands Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien Bitkom ergeben, bei der 1.001 Personen im Alter ab 14 Jahren befragt wurden.

Danach wünschen sich 20 Prozent eine unbeschränkte Erlaubnis, 13 Prozent sind für das Telefonieren in abgetrennten Bereichen. Weitere 7 Prozent möchten, dass nur SMS und mobiles Internet erlaubt sind.

Diese Zahlen spiegeln die Ergebnisse der Umfrage von elektroniknet.de wieder, bei der wir unser Leser gefragt haben, ob sie während des Fluges mit ihrem Handy telefonieren können möchten.

Die Ergebnisse

62,2 Prozent möchten ihre Ruhe haben und antworteten deshalb mit Nein. 28,3 Prozent würden sogar die Airline wechseln, wenn an Bord mit dem Handy telefoniert werden würde. Lediglich 7,6 Prozent würden das Angebot annehmen, wenn es nicht zu teuer ist. Und nur 1,8 Prozent möchten auf jeden Fall während des Fluges Handygespräche führen können.

Hat die Fluggesellschaft eine Basisstation an Bord der Maschine installiert, ist das Telefonieren mit dem Handy im Flugzeug technisch kein Problem. Die Basisstation leitet die Gespräche der Fluggäste über eine Außenantenne und einen Satelliten weiter. Auch SMS, MMS und E-Mails sind möglich. Die Bord-Elektronik des Flugzeugs wird nicht gestört. Die EU-Kommission hat im April die technischen Vorgaben dafür beschlossen.

Einschränkungen bleiben

Die neue Freiheit über den Wolken ist jedoch nicht unbegrenzt: Der Passagier darf sein Handy nur in entsprechend ausgestatteten Flugzeugen einschalten – und das erst, nachdem die Besatzung es ausdrücklich erlaubt hat. Während Start und Landung müssen auch zukünftig alle mitgebrachten elektronischen Geräte ausgeschaltet bleiben.