Was uns die Mobilfunkzukunft bringen soll LTE – Nachfolgegeneration von UMTS

Ab 2010 dürfte es soweit sein: Der UMTS-Nachfolger LTE (Long Term Evolution) soll noch höhere Übertragungsraten in Mobilfunknetzen ermöglichen und so eine Vielzahl neuer Anwendungen erschließen. Hier die technischen Details.

Was uns die Mobilfunkzukunft bringen soll

Ab 2010 dürfte es soweit sein: Der UMTS-Nachfolger LTE (Long Term Evolution) soll noch höhere Übertragungsraten in Mobilfunknetzen ermöglichen und so eine Vielzahl neuer Anwendungen erschließen. Hier die technischen Details.

UMTS als Mobilfunkstandard der 3. Generation hat sich inzwischen zur weltweit am schnellsten wachsenden zellularen Technologie entwickelt. Die Spezifikation erfolgte im Rahmen des „3rd Generation Partnership Projects“, (3GPP), wobei die Arbeiten dieser Gruppe nach wie vor weitergehen. Im Rahmen dieser internationalen Standardisierungsaktivitäten arbeiten Gremien aus Europa, Japan, Korea, den USA und China eng zusammen.

Standardisierung noch im Fluss

Obwohl selbst in den westeuropäischen Ländern noch längst nicht alle Mobilfunkteilnehmer ein UMTS-fähiges Endgerät verwenden, sind bereits die Standardisierungsarbeiten für die Nachfolgegeneration von UMTS, die mit LTE (Long Term Evolution) bezeichnet wird, seit einiger Zeit im Gange und inzwischen sehr weit fortgeschritten. Die Version 8.1.0 der Spezifikation wurde Ende 2007 verabschiedet und kann von der 3GPP-Homepage herunter geladen werden (www.3GPP.org).

Diese nächste Generation soll mobile Breitbanddienste weitaus besser unterstützen, als dies mit UMTS und seinen Ergänzungen HSDPA und HSUPA möglich ist. Dadurch sollen mobile Anwendungen wie ein sehr schneller Internet-Zugriff, Zugriff auf Videos (Mobile TV), schnelle interaktive Spiele, drahtloser DSL-Anschluss und Konvergenz von Mobil- und Festnetz endlich Realität werden. Ungefähr ab 2010 dürfte LTE verfügbar sein, wobei mit einer größeren kommerziellen Verbreitung 1 bis 2 Jahre später gerechnet wird, äußern sich die Hersteller übereinstimmend.

Einen Überblick über die Weiterentwicklung des Standards UMTS in Europa und die erreichbaren Datenraten gibt Bild 1. Die wesentlichen Forschungsarbeiten zu Wideband-CDMA-Systemen fanden bereits in den 1990er Jahren statt. Sie bildeten die Basis für die Standardisierungsarbeiten von 3GPP, wobei die erste Version des Standards als „Release 99“ bereits Ende 1999 verabschiedet wurde. Der kommerzielle Netzbetrieb wurde in Japan im Jahre 2001 aufgenommen, in Europa ein Jahr später. Obwohl mit UMTS Release 99 theoretisch Datenraten von bis zu 2 Mbit/s möglich sind, stellen die in Bild 1 angegebenen 384 kbit/s den realistischeren Wert für die in der Praxis erreichbare maximale Datenrate dar.