Lokalisierung und Ortsbestimmungs-Verfahren für mobile Systeme

Schier unendlich viele Möglichkeiten sind heute zur Lokalisierung von Funksystemen verfügbar. Welche Technologie sinnvoll einsetzbar ist, hängt von der notwendigen Ortsauflösung und der Bandbreite der bereitgestellten Dienste ab. Hier eine Übersicht zu Technologien und anwendbaren Verfahren.

Schier unendlich viele Möglichkeiten sind heute zur Lokalisierung von Funksystemen verfügbar. Welche Technologie sinnvoll einsetzbar ist, hängt von der notwendigen Ortsauflösung und der Bandbreite der bereitgestellten Dienste ab. Hier eine Übersicht zu Technologien und anwendbaren Verfahren.

Von Prof. Dr.-Ing. Jörg F. Wollert

Lokalisierung wird zu einem immer interessanteren Thema. Ortsbezüge sind in den unterschiedlichsten Bereichen notwendig. Doch was die richtige Technologie ist, scheint noch nicht entschieden zu sein – das liegt nicht zuletzt daran, dass jedes Verfahren seine spezifischen Vor- und Nachteile hat. Dieser Artikel gibt einen kleinen Überblick über die prinzipiellen Lokalisierungs- und Ortsbestimmungsverfahren. Bewusst wird der spannende Bereich der Ortung im Shortrange-Funk-Bereich wie WiFi und WLAN in diesem Artikel vernachlässigt, da es den Rahmen sprengen würde.

Die zur Lokalisierung nutzbaren Technologien lassen sich im Wesentlichen in fünf Kategorien zusammenfassen: die satellitenbasierte Ortung, Mobilfunknetze, Short-Range-Wireless-Netzwerke, RFID und Infrarot – wobei RFID und Short-Range-Netze nicht zuletzt in der Automatisierungstechnik genutzt werden.

Satellitenbasierte Ortung mit GPS/Galileo

Das am weitesten verbreitete Ortungssystem ist heute GPS (Global Positioning System). Es wurde in den 70er Jahren durch Forschungsmittel des amerikanischen Verteidigungsministeriums entwickelt und ist seit Mitte der 90er Jahre auch für zivile Anwendungen verfügbar. Seit Mai 2000 wurde eine künstliche Signalverschlechterung für zivile Anwendungen abgeschaltet, so dass eine Positions-Bestimmung von besser als 10 m möglich ist.