Infineon gewinnt Innovationspreis der deutschen Wirtschaft

Der Halbleiterhersteller Infineon ist für seinen Handy-Chip X-GOLD 101 mit dem Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft ausgezeichnet worden.

Vorstand Prof. Dr.-Ing. Hermann Eul nahm den undotierten Ehrenpreis am Samstagabend im Rahmen einer Gala in der alten Oper in Frankfurt am Main von Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) entgegen.

Die Gewinner waren aus rund 300 eingereichten Innovationen ausgewählt worden. Pro Gruppe gab es jeweils fünf Finalisten. Der seit 1980 jährlich vergebene Preis soll nach Angaben der Ausrichter darauf aufmerksam machen, dass Deutschland als rohstoffarmes Land von der Umsetzung guter Ideen zur Erhaltung des Wohlstands abhängig ist. Die Preise sind nicht dotiert. Die Gewinner bekommen eine Urkunde und eine Skulptur. Die Veranstaltung wird ausgerichtet vom Wirtschaftsclub Rhein-Main e.V. und der Zeitschrift »Wirtschaftswoche«.

Der Gewinner-Chip, der nur 8 x 8 mm groß ist, vereint alle Kernfunktionen des Handys (Basisband-Prozessor, Send- und Empfangseinheit, Stromversorgung und SRAM) auf einem Bauteil und macht die Geräte für viele Bewohner der Handy-Wachstumsmärkte Asien und Afrika erst erschwinglich. Kunden wie Nokia konnten die Entwicklungszeit eines Telefons von einem Jahr auf drei bis vier Monate verkürzen, die Hestellungkosten sinken um durchschnittlich 30 Prozent, da sich die Anzahl der elektronischen Komponenten insgesamt von über 200 auf weniger als 50 reduzieren lässt.

Insgesamt wurden schon mehr als 100 Millionen dieser Chips für das sogenannte Marktsegment der Ultra-Low-Cost-Mobiltelefone verkauft. Der Mobilfunkchip X-GOLD101  ist die zweite Generation von Infineons  Basisband-Chips für GSM/GPRS.