Industriegiganten wollen Standard für AV-Funkfernbedienungen

Die Unterhaltungselektronik-Giganten Philips, Samsung Electronics, Sony Corporation und Panasonic haben sich darauf geeinigt, eine standardisierte Spezifikation für Funkfernbedienungen zu entwickeln.

Diese Funkfernbedienungen sollen audiovisuelle Endgeräte der Unterhaltungselektronik steuern. Das zu diesem Zweck gegründete Industrie-Konsortium trägt den Namen RF4CE Consortium (RF4CE steht hier für Radio Frequency for Consumer Electronics). Mit an Bord sind auch die Halbleiterhersteller Freescale Semiconductors, OKI und Texas Instruments.

Kern der Spezifikation soll ein Protokoll sein, das im Vergleich zu bisherigen Infrarot-Fernbedienungen mehr Funktionsvielfalt, bessere Kommunikationsfähigkeit und höhere Zuverlässigkeit gewährleisten soll. Der Vorteil von Funk gegenüber Infrarot ist unter anderem, dass keine Sichtverbindung zwischen der Fernbedienung und dem gesteuerten Gerät erforderlich ist. Außerdem sollen sowohl die Fernbedienung als auch die gesteuerten Geräte mit einem Funk-Transceiver ausgerüstet werden. Mit dieser Zweiwege-Kommunikation kann die Fernbedienung auch Signale empfangen und darstellen.

Der neue Standard wird auf dem Funkstandard IEEE 802.15.4 aufsetzen, der bereits die Basis für ZigBee und Bluetooth bildet. Betrieb im 2,4-GHz-Band stellt den weltweiten Einsatz des Standards sicher, wobei Schutzmaßnahmen die Koexistenz mit anderen Nutzern dieses Funkbandes sichern sollen. Das Konsortium will mit ihrer Spezifikation letztlich eine standardmäßige Plattform bereitstellen, mit der eine zuverlässige, Strom sparende omnidirektionale Zweiwege-Kommunikation mit Consumergeräten möglich wird.

Das RF4CE Consortium will die RF4CE-Spezifikation in der zweiten Jahreshälfte 2008 freigeben und allen interessierten Parteien zur Verfügung stellen.