Terrestrische Kommunikationsnetze: Im Gbit/s-Tempo auf der Kupferleitung

Meilenstein im Ausbau der Breitbandversorgung bis 2 GBit/s
Meilenstein im Ausbau der Breitbandversorgung bis 2 GBit/s

Der nächste Meilenstein im Ausbau der Breitbandversorgung könnte „Fiber To The Distribution Point“ heißen. In Kombination mit der ab Verteilerkasten in die Gebäude nachgeschalteten herkömmlichen Zweidrahtleitung (diese aber nunmehr mit kürzerer Distanz) lassen sich, so neue Forschungen, Datenübertragungsraten bis 2 Gbit/s erzielen.

Bei Fiber To The Distribution Point (FTTdp) wird die Glasfaser bis zu einem flexibel platzierbaren Verteilerkasten (Distribution Point – DP) auf relativ kurze Distanz an das Gebäude geführt.

Für die Reststrecke zu und in Gebäuden wird die bestehende Kupferverkabelung genutzt.

Wie sich in diesem hybriden Netz Datenraten von 1 bis 2 Gbit/s real umsetzen lassen, untersuchen Wissenschaftler des Fraunhofer ESK (www.esk.fraunhofer.de) zusammen mit den Unternehmen Lantiq (www.lantiq.com) und InnoRoute (www.innoroute.de) bis 2016 im Forschungsprojekt FlexDP.

Um hohe Datenraten über symmetrische Kupferleitungen zu erzielen, müssen auch hohe Frequenz­bereiche genutzt werden. Das ist nur möglich, wenn die Strecke, über die die Daten auf Kupferleitungen übertragen werden, kurz ist.

Deswegen werden im Projekt FlexDP vom Fraunhofer ESK die Kanaleigenschaften in diesen hohen Frequenzbereichen analysiert. Darauf aufbauend entwickeln Lantiq und InnoRoute den Prototyp eines Verteilerkastens, der unabhängig von bestehenden Stromversorgungen näher am Teilnehmer installiert werden kann.