High-speed-WLAN abgesegnet

Nach sechs Jahren Beratungsarbeit an den 802.11n-Spezifikationen hat das IEEE nun die endgültige Fassung dieses High-speed-WLAN-Standards als IEEE 802.11n-2009 verabschiedet.

Verfügbar ist eine Brutto-Daten-Übertragungsrate von maximal 600 Mbit/s, wobei in dieser Maximal-Konfiguration mit bis zu vier gleichzeitig übertragenen Datenströmen nach der MIMO-Technologie (Multipe Input Multiple Output) gearbeitet werden kann. Auch die Kanal-Bandbreite ist nun auf 20 und sogar 40 MHz erweitert worden.

Auf diese Weise kann man über kurze Distanzen hinweg die Maximal-Datenrate erreichen (netto etwa die Hälfte der Brutto-Datenrate) oder wegen der MIMO-Mehrwege-Ausbreitung größere Reichweiten erreichen als bisher bei geringerer Übertragungsrate.

802.11n kann, je nach Typvariante, sowohl im 2,4-GHz- wie auch im 5-GHz-ISM-Frequenzband arbeiten. In der MIMO-Betriebsart kommt die Orthogonal-Frequency-Division-Multiplex-Modulation (OFDM) zum Einsatz, wobei die vielen vorhandenen Einzelträger je nach Feldstärke und Güte der Verbindung im BPSK-, QPSK- oder QAM-Verfahren moduliert werden (Binary Phase Shift Keying, Quadrature Phase Shift Keying, Quadratur-Amplituden-Modulation).

Wegen der langen Bearbeitungsdauer in den IEEE-Gremien hatte die Industrie schon seit 2007 so genannte 11n-Draft-Produkte auf den Markt gebracht, die auch der Draft-Version (der vorläufigen Fassung) der Spezifikation entsprachen.

Diese Draft-WLAN-Produkte sind nun aber nicht auszumustern, weil zwischen der Vor-und der Final-Version kein Unterschied besteht. Kompatibilität besteht zudem mit den bereits bestehenden WLANs nach 802.11b sowie 802.11g.