Handytelefonate über den Wolken erlaubt

Ab Mai dürfen Passagiere mit ihrem Handy im Flugzeug telefonieren. Die Europäische Union hat jetzt die dafür notwendige Verordnung erlassen.

Die vereinbarten Rahmenbedingungen beschreiben Bordsysteme, die die Gespräche an den Boden weiterleiten, ohne dass die Sicherheit der Flugzeugelektronik gefährdet ist. Die Verordnung gilt nur für die EU. Über dem Atlantik beispielsweise werden die Fluggäste zwar auch telefonieren können, denn im internationalen Luftraum gelten die Bestimmungen des Heimatlandes der jeweiligen Fluggesellschaft. Im US-Luftraum wird jedoch nach wie vor absolutes Handyverbot gelten.

Beim Telefonieren über den Wolken müssen die Passagiere allerdings einige Einschränkungen in Kauf nehmen. So dürfen sie ihr Handy erst ab einer Höhe von 3000 Metern benutzen. Während dem Start und der Landung ist die Bordnetztechnik ausgeschaltet. Darüber hinaus kann der Pilot das System aus Sicherheitsgründen jederzeit deaktivieren.

Nun sind die Fluggesellschaften aufgefordert, ihre Maschinen entsprechend umzurüsten und mit der notwenigen Technik auszustatten. Doch während einige Fluggesellschaften wie Air France bereits umfangreiche Tests durchgeführt haben, um ihren Passagieren den Mobilfunkservice bald anbieten zu können, halten sich viele Fluggesellschaften mit der Einführung zurück, so auch die Deutsche Lufthansa. elektroniknet.de hat bei Michael Lamberty, Referent Media Relations/Pressesprecher Operations, nachgefragt: