Handy-Boom in China geht weiter

Der weltweite Handy-Absatz geht 2009 voraussichtlich um 10,7 Prozent zurück. Der chinesische Markt allerdings wächst weiter: um 7,7 Prozent auf 239 Mio. Einheiten.

Darüber hinaus wird erwartet, dass die chinesische Regierung 3G-Lizenzen an die Netzbetreiber vergeben wird. Nach Angaben des amerikanischen Marktforschungsinstitutes iSuppli besteht in China neben dem offiziellen Markt ein grauer Markt, der 2008 immerhin etwa 20 Prozent des Gesamtmarktes von 220 Mio. Einheiten ausmachte. Allerdings sinkt der Anteil kontinuierlich, einige der grauen Produzenten treten mittlerweile als autorisierte Markenhersteller auf.

Den chinesischen Handy-Markt teilen sich die chinesischen Hersteller mit den ausländischen Anbietern im Verhältnis 44:56. Nokia ist mit 37 Prozent der größte Einzelanbieter am Markt, der führende chinesische Hersteller ist die Firma Tianyu.

iSuppli erwartet in diesem Jahr die Vergabe von 3G-Lizenzen, allerdings werden die Verkaufsziffern bei den 3G-Endgeräten 8 Mio. Stück nicht überschreiten. Die beiden größten chinesischen Hersteller von 3G-Handys sind Huawei und ZTE, die 2008 weltweit rund 30 Mio. Einheiten in diesem Segment absetzen konnten. Darüber hat Huawei weltweit die meisten 3G-Datenkarten verkauft.

Insgesamt konnten die chinesischen Handy-Hersteller 2008 mehr als 300 Mio. Handys absetzen. Für 2009 erwarten die Marktforscher eine Steigerung um 20 Prozent auf 360 Mio. Einheiten.