Gefragt: High-speed-Handy-Datendienste

In Europa, den USA oder Japan geht der Trend zu hochwertigen Multimedia-Handys mit Internetzugang. Und UMTS bzw. schnelles HSDPA muss es dann schon sein.

Die Zahl der UMTS-Anschlüsse in der EU steigt im Jahr 2009 um 36 Prozent auf rund 172 Millionen, während die Zahl der herkömmlichen Anschlüsse auf Basis der sogenannten GSM-Technologie um 5 Prozent auf 469 Millionen abnimmt.

Der Umsatz mit mobilen Datendiensten in der EU wächst entsprechend stark um 10 Prozent auf rund 33 Milliarden Euro Volumen bis Ende 2009. In Deutschland steigt die Zahl der UMTS-Anschlüsse nach Bitkom-Schätzung um 43 Prozent auf rund 23 Millionen. Damit sind 22 Prozent der rund 105 Millionen Mobilfunkanschlüsse in Deutschland UMTS-fähig.
 
Ein ähnliches Bild zeigt sich in den USA. Dort steigt die Zahl der UMTS-Nutzer in diesem Jahr voraussichtlich um 74 Prozent auf 108 Millionen. Die Zahl der herkömmlichen GSM-Anschlüsse sinkt um 7 Prozent auf 177 Millionen. Vorreiter bei der mobilen Datennutzung sind seit Jahren die Japaner. In Japan sind heute schon 90 Prozent aller Handys an schnelle Datennetze der dritten Generation gekoppelt.

Mobile Business-Anwendungen für Unternehmen sowie Unterhaltung für unterwegs spielen beim Marktwachstum eine bedeutende Rolle. Die Bürger und Unternehmen geben demnach in diesem Jahr EU-weit 32,6 Milliarden und im kommenden Jahr 36,0 Milliarden Euro für mobile Datendienste aus.

Großbritannien hat 2009 mit 5,6 Milliarden Euro voraussichtlich das größte Marktvolumen. Auf Platz 2 liegt Deutschland mit 5,2 Milliarden Euro, gefolgt von Italien mit ebenfalls knapp 5,2 Milliarden und Frankreich mit 4,0 Milliarden Euro. Spanien als fünftgrößter Markt kommt auf 3,2 Milliarden Euro.

Die höchsten Zuwachsraten haben mobile Datendienste in Italien, und zwar in diesem Jahr mit 12,4 Prozent.