Gartner: Weltweiter RFID-Umsatz erreicht 1,2 Milliarden Dollar

Laut einer aktuellen Prognose des IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Gartner wird der weltweite Umsatz im Bereich Radio Frequency Identification (RFID) im Jahr 2008 1,2 Milliarden Dollar erreichen; ein Anstieg um 30,9 Prozent gegenüber dem Umsatz im vergangenen Jahr von 917,3 Millionen Dollar.

Bis zum Jahr 2012 wird dieser Prognose zufolge der weltweite RFID-Umsatz 3,5 Milliarden Dollar betragen. »Der Markt für RFID geht von einem Compliance-orientierten in einen Umsatz-generierenden und innovativen Markt über«, sagt Chad Eschinger, Research Director bei Gartner.

Gartner betont, dass die Einführung von RFID schneller aufgenommen wurde, als dies innerhalb eines Technologie-Zyklus sonst üblich sei. Dies zöge in der Regel eine Verzögerung im Vertrieb und bei weiteren Einführungen auf sich. Seither habe man gelernt, und neue Anwendungen und Standards haben dazu beigetragen, neue Abnehmer zu erschließen. Zudem hätten die Unternehmen erkannt, dass der Wert von RFID bei der Einführung neuer Unternehmensprozesse liege und nicht in der Technologie an sich.

Die derzeitigen Wachstumsmotoren im Markt sind das steigende Interesse an Asset-Management-Projekten und die Tatsache, dass ein In-Store-Lagermanagement - im Gegensatz zum Versorgungskettenmanagement – von vielen Einzelhändlern nicht geleistet werden kann.

Laut Gartner wird die RFID-Einführung dadurch beeinträchtigt, dass der Anwender kein End-to-End-RFID-System aus einer Hand kaufen kann. Der RFID-Markt, nach wie vor vielfältig, komplex und mit vielen Start-Ups, erzeuge ein Gefühl der Unreife bei den Produkt-Angeboten. Daher sei die Neigung zu weiteren Fusionen und Übernahme-Aktivitäten hoch. Gartner schätzt, dass sich 2008 die Hardware-und Software-Märkte rasch konsolidieren werden.