European ZigBee Developers Conference: Smart Metering als Killerapplikation?

In seiner Keynote auf der European ZigBee Developers Conference in München wies Bob Heile, Chairman der ZigBee Alliance, auf die Vorzüge des drahtlosen Kommunikationsstandards in Smart-Metering-Anwendungen hin und stellte das neue »Smart Energy«-Profil vor.

Seit der Verabschiedung dieses Applikationsprofils, dessen Definition erst in 2007 anlief, seien bereits 19 Produkte von der ZigBee Alliance zertifiziert worden und heute zum größten Teil auf dem Markt erhältlich, betonte Heile auf der von den Fachzeitschriften DESIGN&ELEKTRONIK und Elektronik gemeinsam mit der ZigBee Alliance und dem Steinbeis-Transferzentrum Embedded Design und Networking an der Berufsakademie Lörrach veranstalteten Konferenz. Auf der Liste der vorgestellten Produkte sind »intelligente« Zähler für Strom oder Gas und Wasser ebenso zu finden wie Visualisierungsgeräte, Steuergeräte oder auch Testequipment.

Vor allem durch die einfache Verknüpfung mit der Gebäudeautomatisierung bieten sich dem drahtlosen Kommunikationsstandard laut Heile auf dem Markt des »Smart Metering« viele Chancen. Vor dem Hintergrund schwindender Ressourcen und steigender Energiepreise lägen über die reine Übermittlung von Verbrauchsdaten hinaus große Potenziale in der aktiven Steuerung von Energie-Angebot und Nachfrage über intelligente, zentrale Einheiten in jedem Haushalt.



Dass ZigBee ein technisch attraktiver und aussichtsreicher Standard ist, zeigt das große Interesse an der Veranstaltung: Aus 24 Ländern kamen am 24. und 25. Juni 331 Teilnehmer und Referenten nach Dornach bei München, um die neuesten technischen Details auszutauschen und sich an den Ständen der Aussteller zu Bausteinen, Tools und Lösungen zu informieren.

Im Rahmen des Vortragsprogramms stellte Don Sturek, Texas Instruments, die Besonderheiten der beiden Standards ZigBee und ZigBee Pro gegenüber und gab einen Ausblick auf die weitere Entwicklung. So sollen jetzt vor allem neue Anwendungsprofile für die aktuellen Standards entstehen oder die Integration des Standards mit Prozessoren und anderen Kommunikationsschichten bis hin zu echten Ein-Chip-Lösungen vorangetrieben werden. Zudem tauchen neben weiterentwickelten 802.15.4-Transceivern mit 2,4 GHz auch Sub-GHz-Transceiver auf, die mit höheren Datenraten die Optionen des 2006-er Standards nutzen.